Beginn der Fußball-EM in Deutschland – und auch Großkampftag an der Franz-Marschall-Straße: Das alljährliche Sportfest des Rhön-Gymnasiums stand an, verbunden wie immer mit den Bundesjugendspielen. Irgendwie hatte das Petrus aber nicht ganz mitbekommen und ärgerte die insgesamt 548 Teilnehmer anfänglich mit leichtem Sprühregen.
Die Leistungen waren dennoch zum Teil herausragend, wie die ausgestellten 76 Ehrenurkunden und 246 Siegerurkunden deutlich machten. Dabei schaffte es bei den Jungen als bester Sportler Jan Seubert ganz nach oben aufs Treppchen, ihm folgten auf Platz zwei Luis Rottenberger und auf Platz drei Julius Schmitt.
Die Mädchen hatten in Ella Vogt ihre beste Sportlerin, knapp dahinter landeten Vanesa Murati und Cosima Mauer auf dem Siegerpodest.
Es gab drei Disziplinen, den Sprint, den Weitwurf bzw. alternativ ab der siebten Jahrgangsstufe das Kugelstoßen und den Weitsprung. Aber Sportlehrer Matthias Baumbach hatte überraschenden Besuch im Gepäck: den Ostheimer Arzt Eberhard Helm, der selbst einmal am Rhön-Gymnasium sein Abitur abgelegt hatte.
Der Mediziner war aber nicht als "Wundheiler" angereist, sondern als passionierter Anhänger des Ausdauerlaufs. Seine Idee für dieses Sportfest: eine freiwillige "Lauf-Challenge" über eine 300- bzw. 400-Meter-Strecke, die je nach Alter und Geschlecht in einer Zeit unter 80, 70 oder 60 Sekunden "gepackt" werden musste und von vielen Schülerinnen und Schülern begeistert angenommen wurde. Seine zugleich originelle wie spendable Dreingabe war das von ihm persönlich mitgebrachte Preisgeld, das unter allen aufgeteilt wurde.
Nach fünf Stunden emsigen Sportelns und flotten Aufräumens war das Sportfest 2024 Geschichte, der wie immer das Wettkampfbüro unter der Leitung von Sport- und Informatiklehrer Hermann Zimmermann den Lorbeer aufsetzte: Denn bereits um Punkt 13 Uhr lagen schon alle Ergebnisse der Bundesjugendspiele ausgedruckt auf dem Tisch, an dem die Sportfachschaft bei "Janos" bei leckeren Pizzen einen erfolgreichen Wettkampftag würdig und erleichtert abschloss.
Von: Gerd-Ludwig Borst (Lehrer, Rhön-Gymnasium)
