Burglauer

Schwierige Zeiten für die Musiker in Rhön-Grabfeld

Der Kreisverband Rhön-Grabfeld im Nordbayerischen Musikbund (NBMB) hielt seine Jahreshauptversammlung in der Rudi-Erhard-Halle in Burglauer ab. Dabei wurde Friedhelm Landgraf für sein unermüdliches Engagement und Wirken in der Kreisvorstandschaft durch die Vorsitzende Renate Haag zum Ehren-Kreisvorsitzenden ernannt. Über 3300 Schüler unterrichtete Landgraf in seinen 24 Jahren als Ausbilder und Prüfer.
Foto: Andreas Sietz | Der Kreisverband Rhön-Grabfeld im Nordbayerischen Musikbund (NBMB) hielt seine Jahreshauptversammlung in der Rudi-Erhard-Halle in Burglauer ab.

Im März dieses Jahres schien für die über 3000 Musiker in den 75 Mitgliedsvereinen des Kreisverbandes Rhön-Grabfeld, die im Nordbayerischen Musikbund (NBMB) vereint sind, die Welt still zu stehen. Die Corona-Pandemie brachte die Instrumente zum Schweigen. Alle geplanten Festlichkeiten, die die Musiker bereichern wollten, mussten abgesagt werden und selbst in den Proberäumen wurde es still. Nur die "Fensterkonzerte" an den Sonntagen signalisierten "wir Musiker leben noch".

Unter Einhaltung aller Corona-Auflagen trafen sich die Delegierten der Musikvereine des Kreisverbandes in der Rudi-Erhard-Halle in Burglauer zur Jahreshauptversammlung. Um Resümee zu ziehen, einen Blick auf die Finanzen zu werfen, die Vorstandschaft neu zu wählen, verdiente Mitglieder zu ehren und Musikvereinen für ihre Treue zu danken. Burglauers Bürgermeister Marco Heinickel äußerte gleich zu Beginn den Wunsch, dass bald wieder Blasmusik aus den Festzelten erklingen möge, denn diese gehöre einfach zum Leben in der Gemeinde. Musik verbinde Genrationen, seien ein Brückenschlag von Tradition und Moderne. Burglauer sei sehr stolz auf seine Lauertaler Musikanten, fügte Heinickel an.

Ungewöhnliches Jahr, das bei allen Spuren hinterlassen hat

Die erste Vorsitzende des Kreisverbandes, Renate Haag, berichtete über die im Januar gestartete vierte Probephase des Jugendblasorchesters, die mit einem vollen Haus in Strahlungen ein großes Finale fand. Wegen Corona mussten dann jedoch alle Kreismusikfeste und die D1- sowie D2-Lehrgänge abgesagt werden. Der Instrumentalunterricht wurde auf online umgestellt. Seit Anfang Juni sind der Präsenz-Unterricht und die Musikproben wieder erlaubt. Schutz- und Hygienekonzepte mussten her.

Erst waren nur zehn Musiker auf einmal erlaubt. Nun dürfen es wieder mehr sein und auch für das Üben unter freiem Himmel brauchte man genügend Platz, um 1,5 Meter Abstand gewährleisten zu können. Bei den Online-Sitzungen fehlte die Diskussionskultur, sagte Haag kritisch, aber den neuen, anderen Weg müsse man einfach akzeptieren. "Ein ungewöhnliches Jahr, das bei allen Spuren hinterlassen hat", beendete sie ihren Bericht, der voller Dankesworte war. Sie fügte aber an, dass man hoffnungsvoll nach vorne schauen solle.

Freude über die ersten Standkonzerte im Sommer

Der stellvertretende Kreisvorsitzende, Hubertus Reschny, wünschte allen Vereinen Durchhaltevermögen und Bernhard Friedl, ebenfalls stellvertretender Kreisvorsitzender, freute sich mit den Worten "Endlich wieder Blasmusik" über die ersten Standkonzerte im Sommer. Friedhelm Landgraf bedauerte es, dass die geplanten Lehrgänge ins Wasser fielen. Schatzmeister Gottfried Roth zog Bilanz und Kassenprüfer Hartmut Werner sorgte für die einstimmige Entlastung des Kassiers und des Kreisverbandes. Bei der Neuwahl blieb alles beim Alten. Neue Revisorin neben Albrecht Euring wurde Marion Ledermann.

Der Bezirksvorsitzende des NBMB, Max Mages, sprach von einem hervorragenden Kreisverband und Josef Demar, stellvertretender Landrat, dankte dem langjährigen Ausbilder Friedhelm Landgraf, der durch sein engagiertes Tun die Musikerfamilie im Kreis maßgeblich bereichert habe. Landgraf wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Auch die Kreisjugend wurde von Corona ausgebremst

Kreisjugendleiter Felix Schmitt und seine Stellvertreterin Tanja Endres berichteten über den Nachwuchs. Im Herbst des vergangenen Jahres wurde die Bläserjugend Rhön-Grabfeld nach 10-jährigem Dornröschenschlaf wieder gestartet. Jedoch habe die Corona-Pandemie fast alle Bemühungen auf Eis gelegt. Sie informierten über den neuen "Kursfinder" per Online-Anmeldung und über die geplanten Aktivitäten und Freizeitmaßnahmen neben dem Musik spielen. Corona gab aber kaum Spielraum, diese umzusetzen. "Lange gab es keine Kreisjugend und jetzt kann sie nicht", so Schmitt, der aber hoffnungsvoll in die Zukunft blickt.

Auch finanziell könne man vorausschauend planen, soweit es die Pandemie zulässt. Man möchte wieder bei Veranstaltungen des Kreisjugendblasorchesters vertreten sein und Ausflüge organisieren. Schmitt rührte im Rahmen der Versammlung schon einmal die Werbetrommel für Engagierte, denn im nächsten Jahr stehen wieder Neuwahlen der Vorstandschaft an.

Die geehrten Musikvereine

Für 40 Jahre Mitgliedschaft im NBMB: Saalquellenmusikanten Alsleben.
Für 50 Jahre: Musik- und Heimatverein Heustreu, Rhöner Musikkapelle Oberweißenbrunn, Musikkapelle Rothausen, Kolpingkapelle Schönau, die Sternberger, Musikverein Strahlungen, Spielmannszug Untereßfeld.
Für 60 Jahre: Lauertaler Musikanten Burglauer.
Quelle: etz
Viele Musikvereine sind dem Nordbayerischen Musikbund (NBMB) schon lange treu. Nun wurde deren Vertretern mit Urkunden und Glückwünschen gedankt. Mit auf dem Bild sind die Kreisvorsitzende Renate Haag (fünfte von rechts) und der Bezirksvorsitzende Max Mages (zweiter von rechts).
Foto: Andreas Sietz | Viele Musikvereine sind dem Nordbayerischen Musikbund (NBMB) schon lange treu. Nun wurde deren Vertretern mit Urkunden und Glückwünschen gedankt.
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