Dürrnhof

Solarpark Dürrnhof: Verfahren kommt trotz Bedenken ins Rollen

Die geplante Solaranlage im Neustädter Stadtteil Dürrnhof sorgte für kontroverse Diskussionen im Stadtrat. Mit der Größe des Projekts haben manche ein Problem.
Die Bürger von Dürrnhof machen sich Sorgen ob der Größe des geplanten Solarparks, der am südwestlichen Dorfrand (Hintergrund) gebaut werden soll.
Foto: Stefan Kritzer | Die Bürger von Dürrnhof machen sich Sorgen ob der Größe des geplanten Solarparks, der am südwestlichen Dorfrand (Hintergrund) gebaut werden soll.

Noch ist nichts entschieden, aber das Verfahren für einen Solarpark in Dürrnhof ist ins Rollen gekommen: Der Stadtrat beschloss in seiner Sitzung am Donnerstagabend die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans "Solarpark Dürrnhof" und die Änderung des Flächennutzungsplans. 15 Stadträte stimmten jeweils dafür und neun dagegen.

Wie berichtet, möchte die Firma 1A-Solar-Projekt GmbH aus Schweinfurt eine 34 Hektar große Freiflächen-Photovoltaikanlage im Stadtteil Dürrnhof errichten. Dass es Widerstand gegen das Projekt gibt, war schon im Vorfeld der Sitzung bekannt. Ortssprecher Stefan Rath stellte den Antrag, den Punkt von der Tagesordnung zu nehmen. "Es sprechen so viele Gründe gegen diesen geplanten Solarpark, diese sollten vor einer Abstimmung Gehör finden", heißt es in einem Brief an Bürgermeister Michael Werner, den Rath, Ruth Albrecht und Wolfgang Wilhelm verfasst haben. Sein Antrag bekam keine Mehrheit.

Verfahren ins Rollen bringen

Fast alle Fraktionen waren dafür, das Verfahren ins Rollen zu bringen, doch zeigte die Diskussion, dass man die Befürchtungen der Bürger Dürrnhofs ernst nimmt. Unisono betonten die Fraktionssprecher, dass sie eine umfassende Bürgerbeteiligung für unerlässlich halten. 

Mit dem Aufstellungsbeschluss "ist noch gar nichts entschieden", betonte Bürgermeister Michael Werner. Die Stadt habe weiterhin das Heft des Handelns in der Hand. Dem widersprach Ortssprecher Rath: "Da ist ein Pflock eingeschlagen und eine Richtung vorgegeben." 

Die Größe ist ein Problem

Inhaltlich positionierte sich die CSU-Fraktion eindeutig: Ihr Sprecher Bastian Steinbach sagte: "Wir gehen mit den 34 Hektar nicht mit." Die optische Beeinträchtigung des Landschaftsbildes sei zu groß. "Zwei mal zehn Hektar könnten wir mitgehen", sagte Steinbach. Er stellte den Antrag, die Begrenzung des Solarparks auf eine Fläche von 20 Hektar in den Bebauungsplan aufzunehmen, fand dafür aber keine Mehrheit. 

Hartmut Schmutz (FDP) fand den geplanten Solarpark "in dieser Dimension und Größe erdrückend". Angelika Högn-Kößler (Bündnis 90/Die Grünen) sagte: "Über die Größe lässt sich streiten. Die Bürger müssen mitreden." Auch Viola Neugebauer (Freie Wähler) forderte: "Wir müssen die Bürger mehr einbinden." 

Rita Rösch (SPD) argumentierte: "Wir haben eine gesellschaftliche Aufgabe, und das ist der Klimaschutz. In diese Diskussion möchte ich gerne gehen und von den Bürgern erfahren, welche Bedenken sie haben."

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