Bad Königshofen

Sponsoren gesucht: So viele Kinderwünsche wie noch nie

Die Kinderwünsche warten auf Sponsoren: Saila Grav befestigt sie am Tannenbaum.
Foto: Regina Vossenkaul | Die Kinderwünsche warten auf Sponsoren: Saila Grav befestigt sie am Tannenbaum.

Zum 15. Mal will die Aktion Kinderwünsche in Bad Königshofen zu Weihnachten mit kleinen Geschenken erfreuen und Kinderaugen zum Strahlen bringen. Saila Grav hat diese Aktion für Menschen mit schmalem Geldbeutel ins Leben gerufen und führt sie in Zusammenarbeit mit den katholischen und evangelischen Pfarrämtern von Anfang an durch. In diesem Jahr verzeichnet sie besonders viele Wunschzettel, die – unabhängig von der Konfession - bei den Pfarrämtern entgegengenommen werden.

In der Mohren- und Stadtapotheke stehen die Tannenbäume, an denen die Wunschkärtchen der Kinder hängen, natürlich anonym. Nur die Pfarrämter kennen die richtigen Namen und können später die Geschenke zuordnen. Jetzt kommt es auf spendenfreudige Bürgerinnen und Bürger an: Wer sich beteiligen möchte, hängt sich ein Wunschkärtchen ab und erfüllt diesen Wunsch. Er muss bis 17. Dezember wieder in einer der Apotheken abgegeben werden, verpackt oder unverpackt, anschließend werden die Päckchen geprüft und an die richtigen Adressen verteilt.

Obergrenze von 25 Euro angesetzt

Der ungefähre Wert hat sich im Laufe der Jahre geändert, in diesem Jahr ist eine Obergrenze von 25 Euro angesetzt, im letzten Jahr waren es noch 20 Euro. Alle Präsente sollten neu oder neuwertig sein, damit sie dazu beitragen, Kindern, die finanziell nicht so gut gestellt sind, das Weihnachtsfest zu verschönern.

Wie haben sich die Wünsche im Laufe der Zeit verändert? Saila Grav kann sich erinnern, dass in den ersten Jahren oft Winterkleidung gewünscht wurde, Mützen, Handschuhe und ähnliches, inzwischen sind es mehr Spielzeuge und vor allem Gutscheine. "Für die Kinder, die meistens kein Taschengeld bekommen, ist es ein besonderes Erlebnis, wenn sie sich selbst etwas aussuchen können und ihr Guthaben einteilen können", erklärt die Initiatorin. Deshalb kann sie verstehen, dass von den 130 Wünschen in diesem Jahr mindestens 20-mal ein Gutschein gewünscht wurde.

Bei einigen Wünschen könnte etwas mehr Präzision nichts schaden. Ein Mädchen wünscht sich eine Kuschelkatze – ein Plüschtier oder eine lebendige? Ein Teeservice mit Einhorndeko steht auf einem Kärtchen – für Puppen oder für Menschen? Eine Prinzessin wünscht sie ein kleines Mädchen – in welcher Größe und Form? Weitere Beispiele sind ein Kuscheltier für ein Baby und "kanz viel susichkaiten", wie es im Original heißt, Fußbälle und Basketbälle, Lego, Lernspiele, ein Arztkoffer sind weitere Beispiele. Beim Wunsch "Aqua Marker" musste Grav erst einmal ihre Tochter fragen, was das ist.

Einige ehemals Beschenkte sind jetzt Wunsch-Erfüller

"Eine Tat kann so viel Freude bereiten", sagt Grav, die manchmal eine Rückmeldung bekommt. Zum Beispiel von einem Jungen, der sich Fußballsachen von seinem Lieblingsverein gewünscht hatte. Er bekam von seinem Sponsor ein Trikot und Sammelkarten von den Mitspielern. Außerdem wurde ihm ein Schnuppertraining angeboten. "Der Junge hat sich so gefreut, das Trikot hängt über seinem Bett", so die Rückmeldung. Einige Kinder, die früher Wünsche geäußert haben, gehören heute zu den Wunsch-Erfüllern. Überrascht war sie auch von den netten Karten, die von den Spendern an die Kinder geschrieben und beigelegt wurden.

Eine Überraschung kündigt Saila Grav an: Die Kinder sind aufgefordert, nette Weihnachtskarten für die Senioren in den Pflegeheimen zu schreiben. Wer diese in den beiden Apotheken abgibt, wird mit einer Überraschung belohnt, mehr wird noch nicht verraten.

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