Bad Königshofen

Thorsten Büttner tritt in die Fußstapfen von Josef Ort

Der neue Tischtennis-Abteilungsleiter des TSV Bad Königshofen kommt vom Fußball. Welche Ziele will er erreichen.
Thorsten Büttner ist neuer Tischtennisabteilungsleiter des TSV Bad Königshofen.
Foto: Rudi Dümpert | Thorsten Büttner ist neuer Tischtennisabteilungsleiter des TSV Bad Königshofen.

Bereits seit September läuft die Übergangsphase in der Leitung der Abteilung Tischtennis beim TSV Bad Königshofen. Josef Ort war bis dahin seit mehr als 35 Jahren in diesem Amt, wurde damals vom Trainer und Multi-Funktionär Reinhold Schäfer dazu bestimmt und danach immer wieder satzungsgemäß gewählt. Auf eigenen Wunsch, weil auch ohne dieses Amt noch jede Menge Aufgaben auf ihm lasten, übergab er es an Thorsten Büttner. Bestätigt werden muss seine Wahl von der Abteilungsversammlung aber noch durch einen Vorstandsbeschluss des Gesamtvereins, der Corona-bedingt noch nicht zustande kam. Mitglied dieser Vorstandschaft als Kassier des Hauptvereins ist nach wie vor – Josef Ort.

Weltweit für Gore unterwegs

Der in Saal aufgewachsene Thorsten Büttner ist 40 Jahre alt und lebt mit seiner Familie in Bad Königshofen. Von Beruf ist er Betriebswirt und im Vertrieb der Firma Gore weltweit unterwegs, teils in München tätig, teils von daheim aus im Home Office. Sportlich war er die meiste Zeit seines Lebens Fußballer beim SV Eichenhausen/Saal. Über seine Frau Susanne kam er zum Tischtennis. Sie spielte einst in der Jugendmannschaft, er inzwischen hobbymäßig in der fünften Mannschaft. Mit dem TSV-Manager Andy Albert auf einem „Festle“ an einem Tisch zu sitzen kann arbeitsintensive Folgen haben. „Andy hat mich angesprochen, ob ich in der Abteilung nicht ein bisschen mithelfen möchte. Zu tun gebe es genug. Meine Frau und ich sind dann eingestiegen beim Catering-Helferteam. Auf einmal war ich Abteilungsleiter.“

Dass er anpacken will und kann, hat Büttner zusätzlich im Team für den Auf- und Abbau der Zusatztribünen, des Hallenbodens und der ganzen Infrastruktur in der Arena bewiesen. Ins kalte Wasser geworfen wurde er als Abteilungsleiter freilich nicht. „Josef Ort macht mit wie bisher, er will nur mehr im Hintergrund", so Büttner. Schritt für Schritt sei er eingearbeitet worden. Ort und Johannes Heusinger unterstützen ihn weiterhin. "Sie haben ja viel mehr Ahnung als ich von der Materie".

Büttner: Tischtennis ist eine super schöne Sportart

Was hat nun Thorsten Büttner getrieben, in dieser Zeit, in der Ehrenamtler immer weniger werden, eine solche Funktion zu übernehmen? „Wir finden, Tischtennis ist grundsätzlich eine super schöne Sportart, die man lebenslang ausüben kann. Jetzt haben wir auch noch eine Bundesliga-Mannschaft und können unter normalen Bedingungen bei den Heimspielen Riesen-Events mitgestalten. Es macht echt Spaß da mitzuarbeiten.“ Was ihn stört, nicht zuletzt auch deshalb, weil er zwei Kinder hat: „Dass es in den letzten zwei, drei Jahren im Nachwuchsbereich ein paar Probleme mit Trainerwechseln gab und einige Jugendliche wieder aufgehört haben, warum auch immer. Das ist auch der Antrieb, dass wir gesagt haben: hey, das müssen wir ändern."

Er will wieder eine stabile, kontinuierliche und nachhaltige Nachwuchsarbeit haben, so dass der TSV auch zukünftig auf hohem Niveau spielen kann. Die Voraussetzungen dafür willen Büttner mit seinem Team schaffen. Die Strukturen im Verein würden stimmen. Zehn Mannschaften, fünf bei den Erwachsenen, fünf bei den Jugendlichen, seien im Verbandsspielbetrieb. Im weiblichen Bereich arbeite man in einer Kooperation mit Bad Rodach zusammen.

Für alle da: Breiten- und Profisport

Man wolle künftig vermehrt in die Schulen gehen und sich rein quantitativ breiter aufstellen. Dann wolle man das Angebot für die eine Gruppe ab fünf oder sechs Jahren machen, die ein oder zwei Mal die Woche trainiert. Hier gehe es um die Grundausbildung, nach der jeder entscheiden könne, ob und wie intensiv er weitermacht. Dann gebe es die Gruppe Breitensport für jene, die in Mannschaften spielen, die gerne Tischtennis spielen, aber nicht die Lust und Zeit haben, um bis zu sieben Tage die Woche zu trainieren und in den Leistungssport zu gehen. Dafür ist die Gruppe Leistungssport um Koji Itagaki, die es leistungsmäßig versucht. Einer aus dieser Gruppe, Akito Itagaki (15), ist schon Ersatzmann für die Bundesligamannschaft. Drei weitere haben sich für den Schritt ins Tischtennis-Internat des BTTV in München entschieden, spielen aber nach wie vor für den TSV. "Wir machen die Basisarbeit und bieten die Möglichkeit, den Sport im Verein als Breitensport zu betreiben oder höhere Ziele in der Itagaki-Gruppe in Richtung Profi-Bereich zu verfolgen.“

Wie sieht Thorsten Büttner sein Engagement als TSV-Abteilungsleiter anteilmäßig verteilt? „Etwa zehn Prozent arbeite ich für den Spielbetrieb der Bundesligamannschaft. Den Rest machen Udo und Andy. 90 Prozent zählt für den gesamten Amateurbereich. Natürlich gibt es da Überschneidungen. In den Profibereich und -spielbetrieb bin ich aber weniger involviert.“ Was ihn besonders motiviert: „Ich verstehe mich mit allen, die diese Strukturen überhaupt aufgebaut haben, sehr, sehr gut. Die Chemie stimmt absolut und ich lerne immer mehr dazu.“ Büttners Engagement scheint langfristig zu sein - wie bei Josef Ort.

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