Trappstadt

Trappstadt: In der Bullenscheune wird jetzt Gin gebrannt

In seiner Heimatgemeinde Trappstadt hat sich Mathias Gerstner einen Traum erfüllt: In einer ehemaligen Bullenscheune finden künftig Edelbrandverkostungen statt.
Mathias Gerstner neben dem Herzstück der Brennscheune: der neuen hochmodernen  Kupferbrennerei, die rund 25000 Euro gekostet hat.
Foto: Alfred Kordwig | Mathias Gerstner neben dem Herzstück der Brennscheune: der neuen hochmodernen Kupferbrennerei, die rund 25000 Euro gekostet hat.

Nach der Eröffnung eines „Tastinghauses“ am Ortsrand von Trappstadt gibt es in der Marktgemeinde im Zusammenhang mit dem Brenner-Handwerk jetzt eine weitere Attraktion: Im Ortszentrum hat Mathias Gerstner eine ehemalige Bullenscheune in eine Genussscheune mit moderner Brenntechnik, einem großen Verkostungsbereich und Präsentationsmöglichkeiten für seine Edelbrände umfunktioniert.

Was praktisch ist: Der Gebäudekomplex, den der 47-jährige Bankbetriebswirt vor sechs Jahren gekauft hat, liegt in unmittelbarer Nähe zu seinem Wohnhaus. Es handelt sich um das ehemalige, denkmalgeschützte Gemeindehaus aus dem Jahr 1780 und die dazugehörige ehemalige Bullenscheune der Gemeinde. Schräg gegenüber wird in den nächsten zwei Jahren der neue Dorfplatz entstehen.

Neuer Hingucker in Trappstadt: Aus der ehemaligen Bullenscheune wurde eine Brennscheune. Die Idee hatte Mathias Gerstner, der vor etwa mehr als zehn Jahren seine Leidenschaft für das Brennen entdeckte.
Foto: Alfred Kordwig | Neuer Hingucker in Trappstadt: Aus der ehemaligen Bullenscheune wurde eine Brennscheune. Die Idee hatte Mathias Gerstner, der vor etwa mehr als zehn Jahren seine Leidenschaft für das Brennen entdeckte.

Brenner und Edelbrandsommelier Mathias Gerstner hat das Anwesen erworben, nachdem sich eine stetig steigende Nachfrage nach seinen Destillaten abgezeichnet hatte. Der Trappstädter entdeckte seine Leidenschaft für das Brennen, als er vor zwölf Jahren herausfand, dass sein Urgroßvater bis in die 1950er Jahre eine Obst- und Getreidebrennerei in Trappstadt betrieb.

Zwei Jahre später, im Jahr 2011, floss dann schon das erste fränkische Obstwasser aus der eigenen Brennerei, wobei er zum Start auf ein gebrauchtes Brenngerät aus dem Jahr 1980 zurückgriff.

Hochmoderne Kupferbrennerei

Zehn Jahre später hat sich nicht nur der Standort der Brennerei verändert, sondern in der neuen Brennscheune hat auch moderne Technik Einzug gehalten. Rund 25 000 Euro hat Gerstner in eine neue hochglänzende Kupferbrennerei investiert. „Die Holzbefeuerte Brennblase verfügt über modernste Technik wie etwa eine LED-Beleuchtung, um den Brennvorgang genau kontrollieren zu können“, erklärt der Edelbrenner. „Außerdem gibt es eine Vorrichtung, die die Brennerei nach dem Brennen automatisch mit Sprühköpfen reinigt.“

Stauraum für viele Edelbrand-Fässer: Die Brennscheune von Mathias Gerstner ist auch ein idealer Lagerraum für die Destillate von Mathias Gerstner.
Foto: Alfred Kordwig | Stauraum für viele Edelbrand-Fässer: Die Brennscheune von Mathias Gerstner ist auch ein idealer Lagerraum für die Destillate von Mathias Gerstner.

Zahlreiche Auszeichnungen

Summasummarum hat Mathias Gerstner binnen eines knappen Jahres einen sechsstelligen Betrag in sein neues Projekt im Trappstädter Ortszentrum investiert. Seine Destillate sind Bio-zertifiziert und schon vielfach prämiert worden. Erst kürzlich wurden beim größten Brennerwettbewerb „Bayern Brand“ seine Produkte mit einer Gold- und fünf Silbermedaillen ausgezeichnet, darunter der Dandelion Dust Franconia Dry Gin, den er zusammen mit Jörg Geier aus Bad Neustadt entwickelte und der im Dezember 2020 als erster Gin auf der neuen Brennerei destilliert wurde.

Tastings für größere Gruppen möglich

Schon zahlreiche Auszeichnungen für seine Produkte erhalten: Die Edelbrände von Mathias Gerstner wurden in den vergangenen Jahren schon vielfach prämiert, wovon zahlreiche Urkunden und Medaillen zeugen.
Foto: Alfred Kordwig | Schon zahlreiche Auszeichnungen für seine Produkte erhalten: Die Edelbrände von Mathias Gerstner wurden in den vergangenen Jahren schon vielfach prämiert, wovon zahlreiche Urkunden und Medaillen zeugen.

In der rund 70 Quadratmeter großen Brennscheune, bei deren Umbau er streng darauf geachtet hat, den ursprünglichen Scheunencharakter zu erhalten, sind jetzt Verkostungen von größeren Gruppen bis zu 40 Personen möglich. „Um solche Tastings anbieten zu können, habe ich mir im Landratsamt extra eine Gaststätten- und Schankerlaubnis eingeholt“, so Gerstner. Der Trappstädter ist zuversichtlich, dass solche Edelbrand-Verkostungen bald wieder möglich sein werden.

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