Bad Königshofen

Trinkhalle: Nach dem Abriss ist vor dem Neubau

Wo über 50 Jahre lang die Bad Königshöfer Trink- und Wandelhalle stand, tut sich jetzt eine Baulücke auf. Der Neubau wird noch ein Weilchen auf sich warten lassen.
Schweres Gerät: Vor wenigen Tagen rückten Baumaschinen an, um die alte Trink –und Wandelhalle abzureißen.
Foto: Christian Leicht | Schweres Gerät: Vor wenigen Tagen rückten Baumaschinen an, um die alte Trink –und Wandelhalle abzureißen.

Vor wenigen Tagen verschwand eines der markantesten Gebäude Bad Königshofens für immer von der Bildfläche: Die Ende der 1960er Jahre im Kurviertel errichtete Trink- und Wandelhalle wurde abgerissen, um einem Neubau an fast gleicher Stelle zu weichen.

Nach mehreren Wochen Vorarbeiten ging es am Ende ganz schnell: Kaum waren vor wenigen Tagen die Mitarbeiter der Abbruchfirma angerückt, war es auch schon geschehen um die Bad Königshöfer Trink- und Wandelhalle, die in den vergangenen Jahrzehnten ein beliebter Treffpunkt und Veranstaltungsort  nicht nur für die Kurgäste der Stadt war. Auch die Einheimischen nutzten das fast voll verglaste Gebäude gerne für Festivitäten wie zum Beispiel bei der Ausrichtung des Bürgerfestes, als die Trinkhalle als Essensausgabe  oder, bei schlechtem Wetter, auch als Wetterschutz diente.

Baulücke mitten im Kurpark:  Die Bad Königshöfer Trink- und Wandelhalle wurde abgerissen. Sie wird ab Frühjahr 2021 durch einen Neubau ersetzt.
Foto: Alfred Kordwig | Baulücke mitten im Kurpark: Die Bad Königshöfer Trink- und Wandelhalle wurde abgerissen. Sie wird ab Frühjahr 2021 durch einen Neubau ersetzt.

Bei Sturm Zutritt verboten

Mit schwerem Gerät wurde das nur noch zeitweise betriebssichere Gebäude - bei Schnee oder Sturm durfte es nicht mehr genutzt werden – nun eingelegt und die Bauteile fachgerecht entsorgt. Zunächst gab es einen Interessenten, der einzelne Fensterelemente wiederverwenden wollte, doch stellte sich schnell heraus, dass sie aufgrund ihres Alters nicht mehr weiterverwendet werden konnten. Dass die im Kurpark gegenüber dem Mutter-Kind-Kurhaus gelegene Trink- und Wandelhalle durch einen Neubau ersetzt werden muss, stand schon seit mehr als fünf Jahren fest.

Erste Entwürfe entstanden. Aus Kostengründen hat die Stadt Abriss und Neubau aber immer wieder verschieben müssen. Jetzt wird die Maßnahme nun doch schneller als erwartet umgesetzt, was einen triftigen Grund hat: Unter der alten Trink- und Wandelhalle befindet sich der Urbani-Brunnen. Und der muss dringend saniert werden, wie das Wasserwirtschaftsamt festgestellt und bei der Stadt mit Nachdruck gefordert hat.  

Urbani-Brunnen wird saniert

Aus diesem Grund wird es auch noch etwas dauern, bis die neue, von Diplomingenieur Christian Leicht (Bad Königshofen) entworfene Trink- und Wandelhalle errichtet werden kann. Denn zunächst wird die Urbani-Heilquelle saniert, womit im Laufe des Frühjahr begonnen werden soll. Konkret geht es um den Bau eines neuen Schachtes mit neuem Brunnenkopf, der unterirdisch zugänglich sein wird, aber nicht mehr überbaut werden darf. Deshalb wird die neue Trink- und Wandelhalle ein paar Meter weiter versetzt errichtet als das alte Gebäude.

Neubau an fast gleicher Stelle: Die Westansicht der neuen Bad Königshöfer Trink- und Wandelhalle, die im kommenden Jahr im Kurpark errichtet werden soll.
Foto: Entwurf: Christian Leicht | Neubau an fast gleicher Stelle: Die Westansicht der neuen Bad Königshöfer Trink- und Wandelhalle, die im kommenden Jahr im Kurpark errichtet werden soll.

Erst wenn die Brunnensanierung abgeschlossen ist, steht der Neubau der Trink- und Wandelhalle auf dem Tableau. Nach Einschätzung von Diplomingenieur Christian Leicht wird das frühestens im Frühjahr kommenden Jahres sein. Sein Entwurf sieht einen Baukörper mit einer Nutzfläche von 353 Quadratmeter und einem umbauten Raum von 2392 Kubikmeter vor. In das in Massivbauweise ausgeführte Gebäude wird neben einem Kur- und Wandelbereich mit der Heilwasserausgabe auch eine öffentliche WC-Anlage integriert sein. Herzstück wird ein Saal mit 90 Sitzplätzen sein, in dem Konzerte, Lesungen, Theateraufführungen und Ausstellungen stattfinden werden. Großzügige Verglasungen sind in den „grünen Gürtel“ der Stadt vorgesehen, sie können verschoben und so der Außenbereich mit in den Saal einbezogen werden. Die Baukosten sind mit rund 1,4 Millionen Euro veranschlagt.

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