Bad Königshofen

Veste Heldburg ist jetzt ein DENKOrt

Die Heldburg in Südthürignen beherbergt seit einigen Jahren das Deutsche Burgenmuseum. Seit kurzem ist die Veste, auch „Fränkische Leuchte“ genannt, auch ein DENKOrt.
Foto: Alfred Kordwig | Die Heldburg in Südthürignen beherbergt seit einigen Jahren das Deutsche Burgenmuseum. Seit kurzem ist die Veste, auch „Fränkische Leuchte“ genannt, auch ein DENKOrt.

Vor wenigen Jahren wurde auf der Heldburg das Deutsche Burgenmuseum eröffnet, das nun endlich auch noch eine Gastronomie bekommen soll. Doch die „Fränkische Leuchte“ wurde nicht immer nur touristisch genutzt. Zu DDR-Zeiten gab es dort auch ein Erziehungsheim für Kinder. Damit dies nicht in Vergessenheit gerät, wird die Veste Heldburg im Rahmen des Bildungs- und Forschungsprojekts „Vor Ort zum DENKOrt – Thüringer Orte der Repression, Opposition und Zivilcourage in der DDR“ zu einem DENKOrt. Die Burg steht in dem Projekt exemplarisch für den Bereich der DDR-Heimerziehung, wie es in einer Mitteilung des Deutschen Burgenmuseums heißt.

Digitales Symposium

Im Rahmen des Projekts fand Ende des vergangenen Jahres eine Art Symposium statt, das Corona-bedingt digital abhalten werden musste. Ausrichter war das Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Mattias Domaschk“ in Kooperation mit dem Deutschen Burgenmuseum und der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Durch das große Engagement der DENKOrt-Projektgruppe entstand für die Konferenz ein umfangreiches Programm, das mit Impulsreferaten aus den Bereichen Wissenschaft, Ethik, Medizin, Journalismus und Politik das Thema Kinderheime in der DDR und der BRD von allen Seiten beleuchtet. Seit kurzem sind alle Beiträge über die Homepage des Deutschen Burgenmuseums (www.deutschesburgenmuseum.de) oder den YouTube-Kanal des Museums (https://www.youtube.com/channel/UCl_jWVJ2-MPf5UOiMtB5V-g) abrufbar. Zudem soll ein Tagungsband erscheinen.

Wichtiges Bildungsprojekt

„Vor Ort zum DENKOrt – Thüringer Orte der Repression, Opposition und Zivilcourage in der DDR“ ist ein Bildungs- und Forschungsprojekt. In das DENKOrte-Projekt sollen insbesondere diejenigen Orte im ländlichen Raum und kleinstädtischem Bereich Eingang finden, die bisher noch nicht im Gedächtnis der Bevölkerung vor Ort verankert sind und an denen die Geschichte repressiven, widerständigen und zivilcouragierten Handelns während der Zeit der DDR vermittelt werden kann. Neben der Sensibilisierung der Öffentlichkeit für diese Orte, sollen die DENKOrte langfristig und nachhaltig zu kulturellen Begegnungsorten und/ oder außerschulischen Lernorten entwickelt werden, wie es weiter in der Mitteilung des Deutschen Burgenmuseums heißt.

Im Projektzeitraum 2020 bis 2022 ist die Entwicklung von acht DENKOrten angedacht, darunter die Veste Heldburg mit dem Themenfeld Heimerziehung, nachdem es dort von 1954 bis 1982 ein Kinder-/Sonderschulheim gab. Das Symposium wird gefördert von der Thüringer Staatskanzlei, der Bundestiftung für Aufarbeitung und der Initiative Rodachtal.

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