Bad Neustadt

Zu Gast bei „König Nussknacker“

Da bleibt keine Nuss ungeknackt: Die Nussknackersammlung von Adolf Heidenreich. Rund 1400 Nussknacker aus vielen Ländern hat er zusammengetragen.
Foto: Rudolf Weinert | Da bleibt keine Nuss ungeknackt: Die Nussknackersammlung von Adolf Heidenreich. Rund 1400 Nussknacker aus vielen Ländern hat er zusammengetragen.

Wer die Advents- und Weihnachtszeit bewusst gestalten möchte, sollte sich auf den „Rhöner Krippenweg“ begeben. Dort wird er den kulturellen Schätzen des Landkreises Rhön-Grabfeld in der Zeit vom 20. November bis zum 10. Januar in bewundernswerter Vielfalt begegnen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe für alle Generationen steht die einmalige Sammlung von Adolf Heidenreich. 1400 verschiedene Nussknacker aus aller Herren Länder und für jede noch so harte Schale, hat er zusammengetragen und stellt sie im Kreiskulturzentrum Kloster Wechterswinkel aus.

Jung und Alt werden ihre Freude haben an diesen originellen Kerlchen – pardon, Königen – denn standesgemäß lautet der Ausstellungstitel „König Nussknacker, so heiß ich“. Immer wieder im Laufe der weihnachtlichen Wochen werden Führungen durch die Nussknacker-Welt angeboten.

Typische Rhöner Krippen

In der Zeit zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel entfaltet sich ein weiterer Glanz: Sehr viele Kirchen in Rhön-Grabfeld stellen zu Weihnachten die typische Krippe eines Rhöner Künstlers auf und lassen ihre Türen zur Besichtigung offen.

In diesen Tagen sollte man eine Krippen-Tour ins Auge fassen und hat dabei die Auswahl zwischen der Rhön-, der Grabfeld- und der Saaletal-Tour. Die Route mit den verschiedenen Krippen-Stationen ist beschrieben im Flyer, der zum Rhöner Krippenweg erscheint, und der im Internet unter www.rhoener-krippenweg.de zu finden ist.

An beiden Stellen haben die beiden Kulturmanagerinnen Astrid Hedrich-Scherpf und Carolin Fritz-Reich die Fülle des Veranstaltungsreigens übersichtlich dargestellt. Denn für ein festliches Gefühl sorgen nicht nur Nussknacker und Krippen, sondern auch weihnachtliche Konzerte, die in vielen Ortschaften gegeben werden. Trompetenmusik macht am 21. November im Kloster Wechterswinkel den Auftakt, natürlich darf Händels Messias in der Konzertreihe nicht fehlen, und zum Abschluss klingt es dann noch einmal in Wechterswinkel „Von Nussknackern und verkauften Bräuten“.

Wer auf dem Rhöner Krippenweg unterwegs ist, darf den Sternenhimmel erleben, etwas über Weihnachtsbräuche erfahren, in die Weihnachtsbäckerei gehen, eine Wanderung unternehmen, schnitzen, sich ein Puppentheater anschauen oder einem Märchen lauschen oder weitere Ausstellungen zur Weihnachtszeit besuchen.

Zum fünften Mal wirkt diese Veranstaltungsreihe, die seit 2007 alle zwei Jahre zusammengestellt wird und heuer noch umfangreicher ausfällt als bisher, wie ein Magnet in die Umgebung hinaus. Bus-Unternehmen bieten das Kloster Wechterswinkel mit seiner Nussknacker-Ausstellung und einer anschließenden Krippen-Tour oder anderen Veranstaltungen als Ausflugsziel an, in Hessen freuen sich die Fuldaer Krippenfreunde schon auf einen Besuch in der bayerischen Rhön.

Als Orientierungshilfe empfehlen die beiden Kulturmanagerinnen übrigens weniger darauf zu achten, wo etwas geboten wird, sondern vorrangig das Datum des Angebots im Blick zu haben, damit man zum Beispiel an jedem Wochenende etwas anderes für sich entdecken und mitnehmen kann.

Programmheft erschienen

Das umfassende Programmheft zum „Rhöner Krippenweg 2015/16“ mit einer Vielzahl von attraktiven Einzelveranstaltungen erscheint unmittelbar zum Auftakt am 20. November. Im Landkreis Rhön-Grabfeld liegt es in Rathäusern, in kulturellen und kirchlichen Einrichtungen, in Museen und Schulen, in Filialen von Sparkasse, Volksbank Raiffeisenbank Rhön-Grabfeld, in Tourist-Infos, im Kloster Wechterswinkel und in der Kulturagentur aus. Für Interessierte von außerhalb empfiehlt sich das Internet www.rhoener-krippenweg.de

Die Kulturmanagerinnen Carolin Fritz-Reich (links) und Astrid Hedrich-Scherpf laden auf den Rhöner Krippenweg ein.
Foto: Nerche-Wolf | Die Kulturmanagerinnen Carolin Fritz-Reich (links) und Astrid Hedrich-Scherpf laden auf den Rhöner Krippenweg ein.
Einmalig: Die Rhöner Krippe von Krippenbaumeister Alois Wehner.
Foto: Kulturagentur | Einmalig: Die Rhöner Krippe von Krippenbaumeister Alois Wehner.
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