Stadtlauringen

110 Jahre OGV Stadtlauringen

Ein lebendiges Stück Tradition: Über den 110. Geburtstag des Obst- und Gartenbauvereins Stadtlauringen freuen sich von links: Bürgermeister Friedel Heckenlauer, Staatssekretär Gerhard Eck, die beiden Vorsitzenden Lisa Majewski und Frank Bauer, Christine Bender, Ehrenvorsitzender Felix Husslein, Kreisgeschäftsführer Dieter Lewetz und Landrat Florian Töpper.
Foto: Ursula Lux | Ein lebendiges Stück Tradition: Über den 110. Geburtstag des Obst- und Gartenbauvereins Stadtlauringen freuen sich von links: Bürgermeister Friedel Heckenlauer, Staatssekretär Gerhard Eck, die beiden Vorsitzenden ...

Es war der Ortspfarrer, Christian Endres, der sich 1904 entschloss, einen Obstverein ins Leben zu rufen. Er wollte den Obstanbau forcieren und ging selbst mit gutem Beispiel voran. Endres besuchte Kurse, legte einen Baumgarten an und spendete die geernteten Früchte den Bürgern.

Der Obstverein von damals feiert heute 110-jähriges Bestehen als Obst- und Gartenbauverein und blickt auf eine bewegte Vereinsgeschichte zurück. Helga Hub erinnerte beim Festkommers daran. Bis heute präge der Verein den Ort, betonte Bürgermeister Friedl Heckenlauer. Besonders stolz ist Heckenlauer darauf, dass ein Oberlauringer, nämlich Pfarrer Adolf Eiring mit Fug und Recht als Gründervater der Obst- und Gartenbauvereine genannt werden darf. Und es seien, lange bevor es „klugen Köpfen in Bayern eingefallen“ wäre, von diesen Vereinen die ersten Dorfverschönerungsmaßnahmen ausgegangen.

Auch wenn man sich, was die Finanz- und Umlagekraft angehe, eher im hinteren Drittel befinde, gehe es der Gemeinde „ordentlich“, betonte der Bürgermeister. Das liege vor allem daran, dass es immer wieder Menschen in Vereinen gebe, die bereit seien, sich für die Allgemeinheit zu engagieren.

Schirmherr der Festveranstaltung war Innenstaatssekretär Gerhard Eck. Er entdeckte ein ganz besonderes Alleinstellungsmerkmal im Obst- und Gartenbauverein der Gemeinde. Die Vorstandschaft ist jung, Vorsitzender Frank Bauer (50) und seine Stellvertreterin Lisa Majewski (22) kämen zusammen auf ein Durchschnittsalter von 36 Jahren, rechnete Eck aus und meinte: „Das gibt es im gesamten Landkreis nicht mehr.“ Eck bescheinigte den Gartenbauvereinen, wie immer sie jetzt auch heißen mögen, Zukunft, denn „Gärten gehören heute zum Lebensraum, Wohlfühlraum und Rückzugsraum.“ Dafür sei es wichtig, dass sie „strukturiert angelegt und gepflegt werden“. „Narren hasten, Kluge warten, Weise gehen in den Garten“, bekräftigte Landrat Florian Töpper Ecks Meinung. Auch er betonte die Wichtigkeit bürgerschaftlichen Engagements und freute sich, dass es in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband für Gartenbau und Landschaftspflege, den ebenfalls Frank Bauer leitet, gelungen sei, eine gute Organisationsform zu finden und den Kreisverband im Landratsamt zu verwurzeln. Mit Dieter Lewetz habe man einen neuen Geschäftsführer gefunden, Brigitte Goss stünde den Vereinen weiterhin mit ihrem Fachwissen mit Rat und Tat zur Seite.

Überall in Stadtlauringen sei das Engagement des Vereins zu erkennen, lobte die Bezirksgeschäftsführerin der Obst- und Gartenbauvereine in Unterfranken, Christine Bender. Die Marktgemeinde sei „durchgrünt“, stellte sie fest und dankte dem Verein dafür. Glückwünsche überbrachten auch Hans Geus und Marion Rinche von den befreundeten Gartenbauvereinen Schweinfurt und Ballingshausen.

Zum Auftakt und zum Abschluss des Festkommerses tanzten die Volkstanzgruppe und die Jugendvolkstanzgruppe, die Vorsitzender Frank Bauer 2006 ins Leben gerufen hat. Die Jugendblaskapelle Stadtlauringen gestaltete den Festtag musikalisch.

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