Gerolzhofen

Ab nach Buxtehude

Der Katholische Frauenbund Gerolzhofen hatte dieses Jahr den Norden als Ausflugsziel gewählt.
Foto: Karin Sauer | Der Katholische Frauenbund Gerolzhofen hatte dieses Jahr den Norden als Ausflugsziel gewählt.

In den kühlen Norden, im wahrsten Sinne des Wortes, ging der diesjährige Ausflug des Katholischen Frauenbundes Gerolzhofen. Rita Spiegel und Beate Glotzmann hatten ein abwechslungsreiches und interessantes Programm ausgearbeitet, bei dem Kultur- und Naturfreunde ebenso wie die Musikliebhaber auf ihre Kosten kamen.

Leider kam man bei Hamburger „Schietwetter“ in der Hansestadt an. In der Hansestadt stand gleich eine Führung durch die historische Speicherstadt und das Speichermuseum an. Die Gruppe erfuhr wie früher gehandelt und gelagert wurde. Heute spielt die Speicherstadt keine Rolle mehr, erstens wird alles in Container angeliefert und zweitens könnten die riesigen „Pötte“ nicht mehr so weit in die Stadt fahren.

Bei einer Stadtrundfahrt am nächsten Tag lernte man die Stadt noch genauer kennen, angefangen von der Binnen- und Außenalster über die Reeperbahn und die Landungsbrücken bis zur Michaeliskirche. Die Musikfans besuchten am Abend das Musical „Aladin“.

„Ab nach Buxtehude“, wer kennt ihn nicht den Spruch. Die Reisegruppe des Frauenbunds fuhr hin und war begeistert von der herrlichen Stadt. Bei den Führungen, eine Gruppe war mit einer „Igelin“ unterwegs, die andere mit einer „Hexe“, war zu erfahren, dass sich die Märchenstadt, bekannt durch den „Wettlauf zwischen Hase und Igel“ seit 2014 wieder Hansestadt nennen darf. Die Altstadt strahlt ein maritimes Flair aus, dank ihres kleinen Hafens und der grachtenartige Flethanlage.

Eine Welle von Hexenverfolgungen hatte Buxtehude im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert erreicht. Die Verfolgung war zwar weniger aggressiv als im süddeutschen Raum, doch sind immerhin 18 Frauen auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden, nach insgesamt 21 Hexenprozessen.

Berühmt und bekannt ist das Alte Land um Hamburg durch seine vielen Obstplantagen. Die Gerolzhöfer besuchten den „Herzapfelhof“. mit einem Holzkistenbähnle fuhr man durch die riesige Anlage, der Juniorchef persönlich erklärte alles rund um den Apfel, von der Baumpflege bis zur Ernte und Lagerung. „Herzapfelhof“ heißt der Betrieb deswegen, weil es hier eine Besonderheit gibt.

Den Äpfeln werden, solange sie noch grün sind per Hand kleine Herzen aufgeklebt. Und während die Sonne die Farbe des übrigen Apfels verändert, behält diese Fläche ihre Tönung.

Und noch eine Besonderheit ist hier zu finden: Mehr als 250 verschiede Apfelsorten werden angebaut, alle nach biologischen Vorgaben. Ein Stück frischgebackener Apfelkuchen und eine Tasse Kaffee rundeten den Besuch ab.

Bei einem Ausflug am nächsten Tag lernte man die Stadt Stade mit ihren vielen verwinkelten Gassen und Fachwerkhäusern kennen, bevor die Gruppe auf den „Tiedenkieker“ zu einer Schiffsfahrt unter dem Motto „Schilfparadiese – von Röhricht, Reihern und Riesenpötten“ stieg.

Auf der Heimfahrt machte der Bus Halt im Naturpark „Lüneburger Heide“ wo die Erikabüsche derzeit in voller Blüte stehen. Heidschnucken, Ziegen und Pferdekutschen kreuzten die Wege, der bunte Heidegarten in Schneverdingen zeigte die Vielfalt der Heidepflanzen. In einem kleinen unscheinbaren Kirchlein, 1597 aus Feldsteinen erbaut, inmitten des Stadtparkes von Bispingen, traf man sich noch zu einer Andacht aus Anlass des Feiertages Mariä Himmelfahrt.

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