Unterspiesheim

Der Chor in Unterspiesheim wird Geschichte

Der letzte öffentliche Auftritt des Chores soll bei der Wort-Gottes-Feier am Samstag, 12. Dezember, in der Kirche St. Sebastian in Unterspiesheim stattfinden. Das Bild entstand im Juni 2016 bei einer Chorserenade im Innenhof der ehemaligen Hauptschule in Unterspiesheim.
Foto: Leo Stöckinger | Der letzte öffentliche Auftritt des Chores soll bei der Wort-Gottes-Feier am Samstag, 12. Dezember, in der Kirche St. Sebastian in Unterspiesheim stattfinden.

Die Singgemeinschaft Ober-Unterspiesheim Gernach, begeht "verspätet" ihr 50. Chorjubiläum. Damit verbunden ist die Auflösung des Chores durch den letzten öffentlichen Auftritt bei der Wort-Gottes-Feier am Samstag, 12. Dezember, die um 17 Uhr in der Kirche St. Sebastian in Unterspiesheim beginnt. Alle passiven und aktiven Mitglieder des Chores sind dazu eingeladen. Dafür gelten zurzeit die "Rahmenbedingungen zur Feier öffentlicher Gottesdienste",  wie sie im Amtsblatt der Gemeinde Kolitzheim  unter der Pfarrei St. Sebastian nachzulesen sind oder auch im Pfarrbüro erfragt werden können.

Das Konzert zum goldenen Jubiläum war eigentlich im März geplant, musste aber wegen des Corona-Ausbruchs abgesagt werden. An diesem Termin sollte die Singgemeinschaft nach 50 Jahren aufgelöst werden, was ebenfalls nicht möglich war. Nun wird am 12. Dezember die aktive Chorzeit mit der Wort-Gottes-Feier zum  Abschluss kommen. Diese Feier in der Kirche steht unter dem Thema "Stern". 18 Chormitglieder werden für ihre aktive Zeit geehrt.

Die Chronik

Am 18. März 1970 fragte der damalige Pfarrer Gerhard Madea den Unterspiesheimer Volksschullehrer Kilian Berchtold, ob er nicht den Gottesdienst am Weißen Sonntag mit einer Schola  musikalisch umrahmen könnte. Das war der Anfang eines 50-jährigen Chorgesanges, denn diese Schola wurde durch immer mehr Sängerinnen und Sänger verstärkt. Die Chorverantwortung übernahmen damals Josef Ortner und Ludwig Reißner. Josef Ortner führt seit damals bis jetzt gewissenhaft die Chorchronik.

Die Singgemeinschaft hat viele Gottesdienste, Konzerte und Liederabende  musikalisch gestaltet. Im Herbst 1983 übernahm die Chorleitung Christa Schuster aus Unterspiesheim von Kilian Berchtold, der sich auf sein Diakonat vorbereiten wollte. 1985 trat die Singgemeinschaft dem Fränkischen Sängerbund bei, aus dem "wilden" wurde nun ein organisierter Chor. Ab diesem Zeitpunkt wurde auch regelmäßig eine Vorstandschaft gewählt und bekam vom Finanzamt die Gemeinnützigkeit anerkannt.

Ab 1997 dirigierte die junge Musikstudentin Marina Spielmann den Chor. Nachdem sie wegen ihres Musikstudiums nach München umzog, übernahm die Musiklehrerin Silvia Albert aus Röthlein die musikalische Verantwortung. Danach kam 2002 aus Gerolzhofen Ute Höfner zur Singgemeinschaft. Sie leitete neben den Erwachsenen auch zehn Jahre lang den Kinderchor mit leidenschaftlichem Engagement. Der jetzige Chorleiter Christopher Kuhn übernahm 2011 die musikalische Verantwortung. Zudem begleitete er die Gesangsgruppe  als Organist in der Kirche und bei Auftritten am Klavier.

Große Bandbreite

Die Singgemeinschaft Ober-Unterspiesheim Gernach zeichnete all die Jahre immer eine große Bandbreite an Chorliteratur aus. Vom einfachen Kanon bis zum 4-stimmigen Klassik-Satz, über Volkslieder und Schlager, ging das Liedgut. Der Schwerpunkt in der Probenarbeit war der liturgische Chorgesang. Oft und mit viel Freude  gestaltete der Chor die kirchlichen Hochfeste mit und veranstaltete Konzerte auch mit Orchesterunterstützung  im Gotteshaus.

Eine Motivation für die Gemeinschaft waren auch die vielen Ausflüge. So manche Europäische Hauptstadt wurde bereist und auch die nähere Umgebung erkundet. Beweis für den freundschaftlichen Zusammenhalt ist unter anderem auch, dass nach der Chorprobe die strapazierten Stimmbänder beim "Nachsingen" wieder "geölt" worden sind, erklärte der Vorsitzende Rudi Friedl.

Feste veranstaltet

Neben den vielen gesanglichen Auftritten wurden auch unterschiedlichste, örtliche Feste, wie zum Beispiel das Unterspiesheimer Brunnenfest mit veranstaltet und durchgeführt, um die Finanzierung der Chorleitungen sicherzustellen. Auf zusätzliche finanzielle Unterstützung  konnte man durch private Spenden allseits rechnen.  

"Wir können mit großem Dank auf 50 Jahre Chorgesang zurückblicken. Besonders schmerzhaft für die Sängerinnen und Sänger war der Tod der ehemalige Chorleiterin Christa Schuster und der "Seele des Chores" Ludwig Reißner. Betrübt sind die Mitglieder des Chors darüber, dass sie seit März nicht mehr zusammenkommen können. Aber eines ist sicher, wenn der Corona-Virus besiegt ist, gibt es wieder ein Nachsingen", so der Vorsitzende Friedl.

Die Vorstandschaft, bestehend aus der Zweiten Vorsitzenden Thea Egger, der Kassiererin Pauline Büchs, dem Schriftführer Hugo Hetterich und dem Vorsitzenden Rudi Friedl  wird dann zum 31. Dezember 20 durch das Finanzamt SW entlastet. Dann ist die Singgemeinschaft Geschichte, aber eine schöne.

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