Schweinfurt

Der Schweinfurter Nachsommer startet mit "Django 3000": Da bebt die neue Veranstaltungshalle

Der Nachsommer ist von ZF zu Fresenius umgezogen. Was zum Auftakt geboten wurde und warum man schon nostalgisch sein kann, obwohl der neue Ort zum Konzept passt. 
 'Django 3000' legen beim Auftakt des Schweinfurter Nachsommers einen fulminanten Auftritt hin. Im Bild (von links) Florian Rupert Starflinger, Korbinian Kugler, Jan-Philipp Wiesmann und Kamil Müller. 
Foto: Josef Lamber |  "Django 3000" legen beim Auftakt des Schweinfurter Nachsommers einen fulminanten Auftritt hin. Im Bild (von links) Florian Rupert Starflinger, Korbinian Kugler, Jan-Philipp Wiesmann und Kamil Müller. 

Da freuen sich die Fans von "Django 3000": Die Heidi aus dem gleichnamigen Lied, mit dem die vier berühmt wurden, hat jetzt einen ebenso tanzwütigen Partner gefunden: AliBabo. AliBabo, das ist auch der Titel des neuen Albums, das die vier Djangos zum Auftakt des Schweinfurter Nachsommers im Fresenius Medical Forum vorstellen. 

Die, die da sind, sind begeistert. Sie bringen die Halle zum Beben, sind begeistert, tanzen mit Hingabe, wild wie Heidi und AliBabo, sie singen mit. Relativ wenig Publikum ist gekommen. Ob das daran lag, dass angekündigt war, dass die Halle nicht bestuhlt sein wird? Wer weiß. Es gibt im Hintergrund aber doch Stühle. Da freuen sich die, die die Musik toll finden, aber keine Tänzer-Seele haben.  

Schweinfurter Nachsommer im 22. Jahr 

Der Künstlerische Leiter Clemens Lukas erinnert vor dem Konzert daran, dass der Nachsommer in seinem 22. Jahr in der fünften Halle angekommen ist. Nach Gastspielen bei SKF und im Kesselhaus von ZF steigt der Nachsommer jetzt im Fresenius Medical Forum. Als regelmäßiger Besucher trauert man der einzigartigen Atmosphäre in der Halle 410 bei SKF oder im und um das Kesselhaus bei ZF schon ein bisschen nach. Das war schon immer etwas besonders, an den Fabrikhallen vorbeizulaufen. Aber nach ein paar Minuten mit den vier wilden Musikern von "Django 3000" ist das schnell vergessen.

Der Schweinfurter Nachsommer hat mit dem Konzert von 'Django 3000' begonnen.
Foto: Josef Lamber | Der Schweinfurter Nachsommer hat mit dem Konzert von "Django 3000" begonnen.

Clemens Lukas und sein Team wollen auch die Anregung aus dem Publikum aufnehmen, doch den Weg zur Halle besser zu beschriften oder vielleicht ein Nachsommer-Logo an die Hallen-Wand zu projizieren. Ein paar Leute hat ihr Navi an eine andere Ecke der Werner-von-Siemens-Straße geführt. Schafft schon mal ein Gemeinschaftsgefühl, bevor es losgeht, wenn man sich gemeinsam auf die Suche macht. 

Gemeinschaftsgefühl ist wichtig

Das Gemeinschaftsgefühl herstellen: das ist eindeutig das Ding von Kamil Müller, Sänger, Gitarrist, Irrwisch, begnadeter Musiker, wie der Rest der Djangos. "Kommt's nach vorne, damit wir euch spüren", sagt er. Mitsingen, Mitklatschen, Mitpfeifen: was der Ober-Django will, kriegt er. Mit Hingabe. Als Geiger Florian Rupert Starflinger auf dem Trockenen sitzt, fragt Kamil Müller: "Kann jemand dem Geiger einen Roten bringen?" Kommt sofort. Wie hat Müller am Anfang so schön gesagt? "Wir meistern das zusammen!" 

"Kommt's nach vorne, damit wir euch spüren."
Sänger und Gitarrist Kamil Müller

Bei "Heidi" tobt der Saal, das ist klar. Die Lieder aus dem neuen Album werden aber mit genau soviel Begeisterung aufgenommen. "Danz di frei", das Motto zieht sich durch die Musik der vier, die seit zehn Jahren für eine ganz besondere, wilde, mitreißende, virtuose und fantasievolle Mischung stehen. Balkan-Gypsie-Rock'n Roll-Swing beschreibt das nur annähernd. 

Beim  Schweinfurter Nachsommer versetzen 'Django 3000' das Publikum in Begeisterung.  
Foto: Josef Lamber | Beim  Schweinfurter Nachsommer versetzen "Django 3000" das Publikum in Begeisterung.  

Man muss Kamil Müller (Vocals, Gitarre), Florian Rupert Starflinger (Violine, Gitarre), Korbinian Kugler (Kontrabass) und Schlagzeuger Jan-Philipp Wiesmann live erleben, um den Zauber ihrer Musik zu spüren, die Energie zu erleben, die zwischen Bühne und Publikum schwirrt. 

Genial ist eine Dialekt-Version des "Stones"-Klassikers "Paint it black". Schön auch, wenn's mal inniger und weniger "wuid" wird, wie beim russischen Volkslied "Schwarze Augen". Der Text ist übrigens von einem ukrainischen Dichter, die Melodie von einem deutschen Komponisten. Musik verbindet eben. Deswegen gibt's auch mal was Langsameres, Kamil Müller fordert zum Schmusen auf. Wird gemacht. Das freut die Djangos. "Es war toll", verabschiedet sich Müller. "Bleibt glücklich!" Wird bestimmt auch gemacht.

Der Nachsommer endet am 8. Oktober. Am 23. September gastieren die Boogie Woogie Brothers Axel und Torsten Zwingenberger, am 24. September startet Gaby Moreno ihre Europa-Tournee in Schweinfurt. Las Karamba spielt am 30. September, Miro Nemec kommt mit seiner Band am 1. Oktober. Zum Abschluss gibt es am 7. Oktober Toni Bartls Alpin Drums und am 8. Oktober Dreiviertelblut. Infos und Ticketbuchung im Internet unter www.nachsommer.de, Karten gibt es auch in der Buchhandlung Collibri am Schweinfurter Marktplatz. Die Veranstaltungen finden alle im Fresenius Medical Care Forum in der Werner-von-Siemens-Straße 6 (Gewerbegebiet Hafen-West) statt. Vor dem Gebäude sind ausreichend Parkplätze vorhanden, von denen man in wenigen Schritten ebenerdig in die Veranstaltungshalle kommt.

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