Stadtlauringen

Die Feuerwehr kann jetzt aus fünf Toren ausrücken

Modern und funktional: Das neue Stadtlauringer Feuerwehrhaus gegenüber dem Rewe-Getränkemarkt.
Foto: ner | Modern und funktional: Das neue Stadtlauringer Feuerwehrhaus gegenüber dem Rewe-Getränkemarkt.

Ende November hat die Stadtlauringer Feuerwehr ihren alten Stützpunkt unter der Festhalle verlassen und den neuen Stützpunkt bezogen. Coronabedingt musste dies ohne große Umzugsparade passieren. Inzwischen hat alles seinen Platz und die neue Einrichtung gegenüber des Rewe-Getränkemarktes ist voll einsatzbereit.

Zu Ende gegangen ist damit auch ein Mammutprojekt für den Markt Stadtlauringen, denn Feuerwehrhäuser werden nur mit einem Festzuschuss bedacht, sodass der Markt am Ende über zwei Millionen Euro für das knapp 2,5 Millionen Euro teure Projekt selbst finanzieren musste. Insgesamt war der neue Feuerwehrstützpunkt über eine halbe Million Euro teurer als am Beginn der Planungen 2016. Vor allem die Erdarbeiten und jährlich steigende Kosten trieben den Preis nach oben. Auch eine Dachbegrünung ist nach neuen gesetzlichen Bestimmungen noch nachträglich hinzugekommen.

Der Atemschutzkompressor kann vier Sauerstoffflaschen gleichzeitig füllen. Nun muss zum Befüllen nicht mehr eigens nach Niederwerrn gefahren werden.
Foto: ner | Der Atemschutzkompressor kann vier Sauerstoffflaschen gleichzeitig füllen. Nun muss zum Befüllen nicht mehr eigens nach Niederwerrn gefahren werden.

Dafür verfügt das von Alexander Albert – Architekten & Ingenieure aus Salz geplante Gebäude über die neuesten Standards. Aus fünf Toren können die Fahrzeuge ausrücken. Mit einer neuen Schlauchpflege-Kompaktanlage werden nun sämtliche Schläuche des Marktes Stadtlauringen gewaschen und geprüft. Die Schläuche jeder Wehr sind elektronisch einlesbar, sodass eine Bestandsaufnahme jederzeit über das Computerprogramm erfolgen kann. Durch diese moderne Einrichtung hat sich die Errichtung eines Schlauchturms zum Trocknen erübrigt.

Neben der großen Fahrzeughalle befindet sich ein großer Sozialbereich mit Umkleideräumen für die Einsatzmannschaften, Duschen und Hygienebereichen. Jeder der 60 aktiven Einsatzkräfte findet seine Ausrüstung in funktionalen Spinden  wieder. Den dritten Part bilden die Unterrichtsräume und das  Führungsbüro.

Alle Fahrzeuge sind einsatzbereit. Sie können nun aus fünf Toren ausrücken.
Foto: ner | Alle Fahrzeuge sind einsatzbereit. Sie können nun aus fünf Toren ausrücken.
Die neue Schlauchwaschanlage hat einen Trockenturm erübrigt.
Foto: ner | Die neue Schlauchwaschanlage hat einen Trockenturm erübrigt.

Im neuen Feuerwehrgerätehaus ist auch ein Rüstwagen und ein Schlauchwagen des Landkreises Schweinfurt  untergebracht, die von der Stadtlauringer Wehr mit betreut wird. Auch die  Atemschutzträger des Markt Stadtlauringen verfügen jetzt über einen eigenen Atemschutzpflegeraum mit Ausstattung der Firma Dräger.

Mit beinhaltet ist eine Füllstation, die es ermöglicht, vier Atemluftflaschen gleichzeitig zu füllen. Dies erspart viele Fahrten in die 26 Kilometer  entfernte Atemschutzwerkstatt Niederwerrn und somit auch Zeit, teilte Kommandant Heiko Saum mit und bedankt sich für diese Anschaffung beim Markt Stadtlauringen.

Bürgermeister Friedel Heckenlauer ist sehr zufrieden, ein umfangreiches Projekt zu Ende gebracht zu haben. Als Stützpunktfeuerwehr trage die Stadtlauringer Mannschaft eine große Verantwortung, die auch über die Marktgrenzen hinaus gehe. Vom neuen Feuerwehrhaus profitieren alle Ortsteilwehren, die hier Pflegearbeiten für ihre Ausrüstung vornehmen können. Für den Feuerwehrdienst und die Einsatzbereitschaft seien nun beste Möglichkeiten geschaffen worden, um den Schutz der Bevölkerung auf höchstem Niveau sicher zu stellen.

Das Prüfgerät sorgt für Sicherheit
Foto: ner | Das Prüfgerät sorgt für Sicherheit
Theorieunterricht im Schulungsraum.
Foto: ner | Theorieunterricht im Schulungsraum.
Alle Schläuche werden auf Dichtigkeit geprüft
Foto: ner | Alle Schläuche werden auf Dichtigkeit geprüft
Funktionale Spinde sorgen für Ordnung
Foto: ner | Funktionale Spinde sorgen für Ordnung
Blick in die neue Fahrzeughalle.
Foto: ner | Blick in die neue Fahrzeughalle.
Die "112" zeigt in großen Lettern, an wen man sich im Ernstfall wenden muss.
Foto: ner | Die "112" zeigt in großen Lettern, an wen man sich im Ernstfall wenden muss.
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