Gerolzhofen

Ein Dankeschön für das "große Weihnachtswunder"

Die Weihnachtsaktion von "Werke statt Worte" ist auf eine überwältigende Hilfs- und Spendenbereitschaft gestoßen. "Es war ein phänomenaler Erfolg", sagen die Organisatoren.
Einer der beiden Weihnachts-Sattelschlepper mit Hunderten Geschenkpaketen ist in Ivankovo angekommen und wird entladen.
Foto: WSW | Einer der beiden Weihnachts-Sattelschlepper mit Hunderten Geschenkpaketen ist in Ivankovo angekommen und wird entladen.

Rechtzeitig zum Weihnachtsfest konnte der humanitäre Verein "Werke statt Worte" wieder zwei große Sattelzüge auf die Reise nach Ostslawonien und Bosnien schicken. Ein dritter Sattelzug wird noch in dieser Woche in Richtung Balkan starten. Es wird dann schon der 453. Lkw sein, den der Verein mit Hilfsgütern auf den Weg bringt.

Die Sammlung der Weihnachtspakete und die Beladung der Lastwagen unter Beachtung und Einhaltung der Corona-Vorgaben war keine einfache Aufgabe für die Helfer des Vereins am zentralen Sammelpunkt in Löffelsterz. Hans-Jürgen Runge aus Gerolzhofen, seit Jahrzehnten schon aktiv beim Verein dabei, spricht gar von "Schwerstarbeit für das Helferteam". Denn dankenswerterweise habe es in unserer Region wieder eine überwältigende Hilfs- und Spendenbereitschaft gegeben. "Es war ein phänomenaler Erfolg", zieht Runge im Gespräch mit der Redaktion Bilanz. Diesem Dank schließt sich auch der Vorsitzende des Vereins "Werke statt Worte", Rudolph Karg, an.

Die Hilfsgüter werden vor Ort von der Caritas verteilt. Im Bild Milan Stepanovic (links), der Leiter der Caritas in Ivankovo, mit einem Bedürftigen.
Foto: WSW | Die Hilfsgüter werden vor Ort von der Caritas verteilt. Im Bild Milan Stepanovic (links), der Leiter der Caritas in Ivankovo, mit einem Bedürftigen.

Kinderkirchenteam , Kindergärten,  Seniorenkreise, Pfarrgemeinden, Schulklassen, Firmen, Supermärkte und Privatpersonen – sie alle haben mit Sach- und Geldspenden die Hilfsaktion unterstützt. Jedes Weihnachtspaket, egal ob groß oder klein, habe bei den notleidenden Menschen große Weihnachtsfreude ausgelöst, erzählt Hans-Jürgen Runge. Auch die über 600 von der Kolpingfamilie Gerolzhofen gepackten "süßen Tüten" sowie die zahlreichen liebevoll gepackten und geschmückten Pakete seien für die Kinder eine große Überraschung gewesen.

Caritas organisiert vor Ort

Die rechtzeitige Ankunft der beiden Sattelschlepper mit den Hilfsgütern war in Ivankovo ,  Vincovci, Vukovar und Domanovici schon sehnlichst erwartet worden. "Die Verteilung der Hilfsgüter ist unter Beachtung der Corona-Regeln überall  gut gelungen", berichtet Runge, der in diesem Jahr auf die beschwerliche Reise auf den Balkan selbst verzichtet hat. Man habe dabei wieder großen Wert auf eine gerechte Verteilung gelegt. Unter Führung der Caritas und der örtlichen Pfarrämter habe das Austeilen reibungslos geklappt. Runge betont, dass die Religionszugehörigkeit dabei aber keine Rolle spielt. Einziges Kriterium sei die Hilfsbedürftigkeit. "Es ist wichtig, aus christlicher Nächstenliebe Menschen in großer Not zu helfen und daran zu denken, dass jeder einmal Hilfe benötigt."

Auch Bargeld verteilt

Neben den Weihnachtspaketen mit Lebensmitteln konnte "Werke statt Worte" dank der großen Spendenbereitschaft auch wieder Bargeld verteilen. 1000 Euro für Brot und Milch gingen an die Kinder in Vukovar, 1000 Euro für Holz und Kohlen werden in Ivankovo verteilt, 500 Euro Spende gehen an eine an Leukämie erkrankte Jugendliche, 500 Euro sind für besondere Notfälle in der Gemeinde Koska vorgesehen und 500 Euro für die medizinische Versorgung eines schwerstkranken Mannes. Auch im Seniorenheim in Domanovici in Bosnien war die Freude über die Weihnachtsunterstützung von 2000 Euro für Lebensmittel und Medikamente und 1000 Euro für den Verein "Medjugorje MIR" für bedürftige Familien groß.

Pfarrer Slavco Milic aus Vukovar erhielt auch Bargeld, um Brot und Milch für notleidende Kinder zu kaufen.
Foto: WSW | Pfarrer Slavco Milic aus Vukovar erhielt auch Bargeld, um Brot und Milch für notleidende Kinder zu kaufen.

"Hvala, Hvala od crca – Herzlichen Dank!" Diese Worte kommen aus Ostslawonien und Bosnien und sind an alle Spender und ehrenamtliche Helfer der Weihnachtsaktion gerichtet. Pfarrer Slavco Milic aus Vukovar, Dekan Stepan Krekman aus Ivankovo und Pfarrer Tomislav Korov aus Koska bedanken sich ausdrücklich für die humanitäre Hilfe. Die beeindruckende Spendenbereitschaft der Bevölkerung in der Region Gerolzhofen und Schweinfurt sei für die Hilfsbedürftigen und Organisatoren vor Ort "wie ein großes Weihnachtswunder". Durch die große Hilfe aus Franken habe man den trostlosen grauen Alltag, den Hunger, die Kälte, Krankheit, Wohnungsnot und die Zukunftssorgen ein wenig vergessen können. 

Hilfe geht weiter

Auch der Verein "Werke statt Worte" dankt – "tief beeindruckt von der großen Hilfe für Menschen in Not" – ausdrücklich allen, die mitgeholfen haben, dass die Weihnachtsaktion so ein großer Erfolg wurde. Nur wenn alle zusammenhalten, sei eine direkte Hilfe in dieser Größenordnung überhaupt möglich. Und die Hilfe soll weitergehen, macht Hans-Jürgen Runge deutlich. " Besonders jetzt, in dieser für uns alle sehr schweren Corona-Zeit, haben wir einen verstärkten Blick auf die Not der in unbeschreiblicher Armut lebenden Menschen."

"Werke statt Worte"

Der humanitäre Verein bittet, die Hilfsaktionen auch weiterhin zu unterstützen. Geldspenden können auf das Spendenkonto des Vereins bei der Flessabank eingezahlt werden – dies eventuell unter Angabe des gewünschten Verwendungszwecks wie "Brot und Milch für Kinder", "Holz und Kohlen" oder "Hilfe bei schwerer Erkrankung". Die IBAN lautet: DE27 7933 0111 0001 4403 60. Für die Ausstellung einer Spendenquittung ist die Angabe der vollständigen Anschrift erforderlich. Nähere Auskünfte erteilt der Vorsitzende Rudolph Karg unter der Telefonnummer ( 0171 ) 32 38 420. Die aktuelle Hilfsgüterliste gibt es im Internet unter www.werkestattworte.de
Quelle: WSW
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