Schwanfeld

Ein Jahr im Amt: Schwanfelds Bürgermeisterin Lisa Krein

Als "einmalig" bezeichnet Bürgermeisterin Lisa Krein die Zusammenarbeit mit Gemeinde und Verwaltung. Das "gute Gefühl war von Anfang" an da - daran hat sich für Schwanfelds erste hauptamtliche Bürgermeisterin auch nichts geändert. "Wir sind ein homogenes Team und pflegen ein tolles Miteinander", stellt sie nach einem Jahr im Amt zufrieden fest.
Schwanfelds Bürgermeisterin Lisa Krein hat viele Lieblingsplätze, dazu gehört auch der Platz am Fenster ihres Amtszimmers mit Blick auf Schwanfeld.
Foto: Daniela Schneider | Schwanfelds Bürgermeisterin Lisa Krein hat viele Lieblingsplätze, dazu gehört auch der Platz am Fenster ihres Amtszimmers mit Blick auf Schwanfeld.

Als "einmalig" bezeichnet Bürgermeisterin Lisa Krein die Zusammenarbeit mit Gemeinde und Verwaltung. Das "gute Gefühl war von Anfang" an da - daran hat sich für Schwanfelds erste hauptamtliche Bürgermeisterin auch nichts geändert. "Wir sind ein homogenes Team und pflegen ein tolles Miteinander", stellt sie nach einem Jahr im Amt zufrieden fest.

Ihre Berufserfahrungen in der Kommunalverwaltung kommen ihr dabei zugute. Konstruktive Diskussionen, Ideensuche im Team, transparente Informationspolitik, ehrliche Kritik und für die Dorfentwicklung sinnvolle Lösungen sind die Pfeiler, auf die sie in ihrer Arbeit setzt.

Die Unterstützung war von Anfang an groß. Aus ihren Wünschen nach einer Teeküche machte der Bauhof gleich ein Projekt. "Keine Frage ist zu blöd", lacht die Bürgermeisterin, geduldig wird alles beantwortet, schließlich hatte sie anfänglich als "Neigeschmeckte" einiges, was Schwanfeld betraf, noch nicht komplett auf dem Schirm.

Wirkungskreis erkundet

Das hat sich geändert: Auf vielen Spaziergängen hat die Bürgermeisterin ihren neuen Wirkungskreis erkundet; oft mit ihren beiden Hunden, die in ihrem Amtszimmer sogar ein Regal mit Spielzeug haben. Seit Mai 2020 hat die Hettstädterin in Schwanfeld einen Zweitwohnsitz und viele Lieblingsplätze. Ein besonderer liegt am Kembach, im Schwanfelder Volksmund wird die Natursteinsitzgruppe als "Hufeisen" bezeichnet.

Die Schwanfelder freuen sich, wenn sie im Dorf ihre Bürgermeisterin treffen. Das Gros sucht das Gespräch, fragt wie alles läuft und wie es ihr geht. "Da geht mir immer noch das Herz auf", sagt Krein. Beleidigungen und böse Briefe gibt es in Schwanfeld nicht. Im Gegenteil, stellt Krein fest und erzählt von einem postalischen Anwohnerdank für die neue Trinkwasserleitung. Solche Dinge sind "ihr Anker". Sie freut sich aber auch auf die Zeit, in der sie die Schwanfelder jenseits von Corona bei geselligen Veranstaltungen noch näher kennenlernen kann.  

Ein großes Lob geht an den Gemeinderat, der als bunte Liste anstehende Entscheidungen abwägt und sehr eindeutig mitträgt. Begeistert ist Krein auch, wie unkompliziert Personalentscheidungen wie die Aufstockung des Bauhofteams auf den Weg gebracht wurden. Das war wichtig, findet Krein, schließlich sind in Schwanfeld Wald, Flächen und Gebäude zu versorgen. Erst kürzlich hat die Gemeinde zusätzlich zum "Fehns-Haus" Kindergarten und VR-Bank erworben –Anschaffungen, die es nun erlauben, eigenständig zu agieren.

Wichtige Beschlüsse gefasst

Krein sieht die Gemeinde auf "gutem Weg". Erst in den letzten Tagen wurden wichtige, zukunftsweisende Beschlüsse gefasst, die Schwanfeld für die Zukunft rüsten und die "tolle Infrastruktur" weiter erhalten. Neben der Grundschulsanierung (Toiletten und Digitalboards) im ortsübergreifenden Schulverband sind das vor allem – für Krein eine "Fürsorgepflicht" als Arbeitgeberin  – der Neubau von Feuerwehrhaus und Bauhof auf gemeinsamem Areal  und der Kindergartenneubau am Standort der Alten Gemeindeschule.

Das ist übrigens eine der wenigen Enttäuschungen, die Krein vermelden muss. Gerne hätte sie nämlich die Alte Schule erhalten, doch die Kosten hätten jeden Rahmen gesprengt. Auch manche Beschlüsse könnten laut Krein schneller umgesetzt werden, darunter auch  Entscheidungen des alten Gemeinderates wie Mitfahrbank und Beschilderungskonzept.

"Unterschätzt" hat die Bürgermeisterin dann auch die Sache mit dem zeitlichen Glockenläuten, die im Spätsommer ganz Schwanfeld auf den Kopf stellte. Das hat wohl ziemlich Energie geraubt, auch wenn letztendlich eine gute Kompromisslösung gefunden wurde.

Zum Abschluss zieht Lisa Krein – wie schon nach 100 Tagen – die gleiche Bilanz: Sie ist stolz Schwanfelds Bürgermeisterin zu sein und hat dort ihre berufliche Heimat gefunden.

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