Schonungen

Erste Ideen für den Altort Schonungen und ein Projekt für den Wald

Massiver Käferbefall schadete dem Wald im Bereich Hegholz, Fichten mussten aus dem Schonunger Forst entnommen werden. Förster Reiner Seufert und Forstdirektor Stephan Thierfelder informierten den Gemeinderat vor Ort.
Foto: Gemeinde Schonungen | Massiver Käferbefall schadete dem Wald im Bereich Hegholz, Fichten mussten aus dem Schonunger Forst entnommen werden. Förster Reiner Seufert und Forstdirektor Stephan Thierfelder informierten den Gemeinderat vor Ort.

"So könnte Schonungen künftig aussehen!" Ortsplaner Artur Metz präsentierte den Gemeinderäten eine Skizze von der Region zwischen Rathaus und Bachgärten. Diese Ideen-Sammlung soll als Leitfaden für künftige Baumaßnahmen dienen. Alternativen seien weiterhin denkbar und erwünscht, betonte Bürgermeister Stefan Rottmann auf Nachfrage. In Schonungens neuer Mitte waren bereits die Tagespflege und ein Seniorenwohnheim entstanden, die Umgestaltung im Altort steht in den nächsten Jahren an. Alle Ratsmitglieder begrüßten die Planungsskizze als Grundlage künftiger Maßnahmen.

Bei dem gut besuchten Bürgerrundgang durch Mainberg (wir berichteten) war auch das Thema Scheune erneut diskutiert worden. Die Vorschläge der Bürger für dieses "ortsbildprägende Gebäude" reichten vom Fortbestand bis hin zu optischen Möglichkeiten, an die (abzureißende) Scheune zu erinnern. Im Gemeinderat verwies Markus Schäfer auf einen bestehenden gültigen Rats-Beschluss, die Scheune abzureißen. Diesen solle man umsetzen, forderte  Schäfer.

Bürgermeister Stefan Rottmann warb für seine Idee, erst nach dem Ende der Planungen für Mainberg über den Rückbau zu entscheiden. Wahrscheinlich wird das Thema in den nächsten Sitzungen des Gemeindeparlaments erneut aufgegriffen. Markus Hümpfer kündigte an, einen Antrag auf "Aufhebung des Abriss-Beschlusses" zu stellen. Das Ende der Planungsarbeiten und die Entwürfe für Mainberg werden erst in ein paar Monaten vorliegen.

Drei Gruppen in Mittagsbetreuung

Jetzt sind es drei Gruppen in der Mittagsbetreuung, ursprünglich hatte Schonungen nur eine. Deshalb stimmte der Haupt- und Finanzausschuss mit fünf gegen zwei Stimmen für eine deutliche Anhebung der bisher bewilligten 7000 Euro. Alexander Nicklaus, der nicht dem Ausschuss angehört, und vier weitere Ratsmitglieder wollen das Thema im Gemeinderat diskutieren und entscheiden. Damit erreichte Nicklaus knapp, aber  erfolgreich, das vorgeschriebene Quorum, die Erhöhung ist (vorerst) ausgesetzt.

Ein neues Boot zu Rettungsmaßnahmen im Katastrophenfall, zur Feuerbekämpfung vom Wasser aus und für weitere Einsätze auf dem Main wünscht sich die Feuerwehr Schonungen. Das alte Boot ist über 50 Jahre alt, nicht auf dem Stand der Zeit und soll verkauft werden.

Über 150 000 Euro kosten die modernen Rettungsboote, einen großen Teil – genannt wurden mehr als 70 000 Euro – bezahlt der Freistaat. Da Schonungen vom Wasser aus Einsätze in großen Teilen des Landkreises bestreiten wird, wünschen sich die Ratsmitglieder die finanzielle Unterstützung des Kreises. Auch Co-Finanzierungen durch Nachbarorte sind denkbar. Schließlich wurde die Verwaltung aufgefordert, sich nach zusätzlichen Geldgebern umzusehen; auch der Bund – der Main zählt zu den Bundeswasserstraßen – soll angefragt werden.

Es waren nur wenige Einwände für die 11. Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans eingegangen. Artur Metz präsentierte die Anmerkungen zum Gesamtbebauungsplan "Forst" und begründete die Antworten der Verwaltung.

Schonungen setzt auf neue Baumsorten

Die Auswirkungen des Klimawandels in den Schonunger Wäldern haben Förster Reiner Seufert und Forstdirektor Stephan Thierfelder den Ratsmitglieder näher gebracht. Schonungen wird seinen Forst umbauen. An vier Stationen wurde deutlich, wie stark Schonungen – mit über 1200 Hektar die waldreichste Kommune im Landkreis -  vom Klimawandel, von Trockenheit und Hitze betroffen ist. Fichten werden dem Wald entnommen, Libanon-Zedern, widerstandsfähig und hitzebeständiger, könnten an ihre Stelle treten.

Das Schonunger Aufforstungsprojekt, das berichtete Stephan Thierfelder, findet auch über die Grenzen hinaus Beachtung: Wissenschaftler und Fachleute beobachten das Schonunger Projekt.

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