Sennfeld

Feuerwehrleute über 44 000 Stunden im Einsatz

Feuerwehrbilanz: Als umfangreichster Einsatz des vergangenen Jahres erwies sich der Großbrand bei der Firma Véolia am 17.Juli in Bergrheinfeld, bei dem 17 Feuerwehren, Rettungsdienst und das THW fast zwölf Stunden eingesetzt waren.
Foto: Horst Fröhling | Feuerwehrbilanz: Als umfangreichster Einsatz des vergangenen Jahres erwies sich der Großbrand bei der Firma Véolia am 17.Juli in Bergrheinfeld, bei dem 17 Feuerwehren, Rettungsdienst und das THW fast zwölf Stunden ...

Zu 1227 Einsätzen sind die Landkreisfeuerwehren im vergangenen Jahr alarmiert worden. Dabei haben 9657 Helfer 44 232 Einsatzstunden geleistet. Dies gab Kreisbrandrat Holger Strunk beim Kreisfeuerwehrtag bekannt. Gastgeber war die Freiwillige Feuerwehr Sennfeld.

In Bayern habe die innere Sicherheit Priorität, betonte Innenstaatssekretär Gerhard Eck in seinem Grußwort. Der Freistaat schaffe dafür die äußeren Bedingungen, die in den Kommunen umgesetzt würden. Eck lobte das Engagement der ehrenamtlichen Organisationen und hob dabei die Tätigkeiten der Freiwilligen Feuerwehren hervor. Zum Digitalfunk stellte der Staatssekretär fest, dass dieser sich bewährt habe und jetzt auch im Landkreis eingeführt werde.

Bekenntnis zu Orstteilwehren

Landrat Florian Töpper dankte den Freiwilligen Feuerwehren für die geleistete Arbeit. Die hohe Zahl der Feuerwehrdienstleistenden im Landkreis sei nicht selbstverständlich. Dies zeige aber auch, wie tief das Feuerwehrwesen in der Bevölkerung verwurzelt ist. Besonders wichtig seien hier auch die Ortsteilwehren, die erhalten werden müssten. Das Ehrenamt Feuerwehr zeichne sich durch immer größere Professionalisierung aus. Die Ausbildung dafür sei umso wichtiger, um die anfallenden Einsätze zu erledigen. Der Landkreis engagiere sich hier auch finanziell stark. Töpper erinnerte an die Investitionen für die Atemschutzwerkstatt und das Drehleiterkonzept.

In seinem Bericht gab Kreisbrandrat Holger Strunk einen Querschnitt durch die Einsätze des vergangenen Jahres. Mit einer Ölspur in Ballingshausen habe das Einsatzjahr 2014 am Neujahrstag begonnen und am 30. Dezember mit einem Fehlalarm in Gochsheim geendet. Der Zeit- und materialintensivste Einsatz sei der Brand bei der Firma Véolia„ in Bergrheinfeld am 17.Juli gewesen. Zehn Tage später habe es dort an anderer Stelle erneut gebrannt.

Strunk betonte, jede Feuerwehr werde für ihre Ortschaft und für den überörtlichen Brandschutz gebraucht. Ferner lobte er die hervorragende Jugendarbeit im Landkreis.

Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Thiemer bedankte sich sichtlich bewegt für die Unterstützung durch die Landkreisfeuerwehren bei der Trafo-Explosion am vergangenen Samstag.

Kreisjugendwart Christian Eichel berichtete von den Aktivitäten bei der Nachwuchsarbeit. Schwerpunkte seien hier diverse Workshops, Jugendzeltlager und der Jugendwettbewerbe gewesen.

Feuerwehr in Zahlen

In den 29 Gemeinden gibt es derzeit 118 Freiwillige Feuerwehren sowie eine Betriebsfeuerwehr und zwei Werksfeuerwehren. Aktuell leisten 4690 Feuerwehrleute Dienst, davon sind 378 weiblich. Weiter gibt es 914 Jugendfeuerwehrleute, darunter 197 weibliche sowie 5084 passive Mitglieder.

Die Zahl der Atemschutzgeräteträger liegt bei 729. Im Landkreis sind 9774 Personen bei den Feuerwehren engagiert, was fast zehn Prozent der Bevölkerung ausmacht.

Den Leistungsprüfungen „Löschgruppe“ und „Technische Hilfeleistung“ unterzogen sich 663 Feuerwehrleute. An der Jugendleistungsprüfung beteiligten sich 98 Nachwuchsfeuerwehrleute, am Wissenstest 548. Im Ausbildungszentrum wurden 50 Atemschutzgeräteträger, 57 Chemikalienschutzanzugträger, 35 Maschinisten und 48 Truppführer ausgebildet.

Die Einsatzverteilung für das Jahr 2014 (2013): Gesamt 1227 (855) Einsätze, davon Brandeinsätze 270 (139); Technische Hilfeleistung 701 (486); Sicherheitswachen 152 (177); Fehlalarme 104 (53). Im Einsatz waren dabei 9657 (9441) Feuerwehrdienstleistende, die zusammen 44 232 (29 860) Einsatzstunden leisteten.

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