Gerolzhofen

Horst Brand: der Mann mit der Gitarre wird 80

Man sieht ihm sein Alter wahrlich nicht an. Er ist der lebende Beweis dafür, dass Musik jung hält: Am Samstag, 10. Oktober, feiert der ehemalige Musiklehrer Horst Brand aus Gerolzhofen seinen 80. Geburtstag.
So kennt man Horst Brand: als leidenschaftlicher Musiker an der Gitarre. 
Foto: Archivbild Guido Chuleck | So kennt man Horst Brand: als leidenschaftlicher Musiker an der Gitarre. 

Man sieht ihm sein Alter wahrlich nicht an. Er ist der lebende Beweis dafür, dass Musik jung hält: Am Samstag, 10. Oktober, feiert der ehemalige Musiklehrer Horst Brand aus Gerolzhofen seinen 80. Geburtstag.

Horst Brand kam als Spross einer Gerolzhöfer Familie in einem Schweinfurter Krankenhaus zur Welt. Er hat zwei Schwestern und zwei Brüder. Der Bruder Günter hat sich als Hobbymusiker ebenfalls einen Namen als Mitglied von Kult-Bands gemacht, während der andere Bruder Helmut in der Freizeit seine Leidenschaft für das Schiedsrichteramt auf dem Fußballplatz entdeckte (und damit auch seinen Sohn Benjamin ansteckte, der heute zu den Bundesliga-Referees gehört).

Seit 1962 ist Brand mit seiner Ehefrau Hanna verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder, Sabine und Joachim. Zwei Enkel gratulieren ebenfalls zum runden Geburtstag.

Gitarren-Unterricht beim "Kufi"

Der Jubilar arbeitete zunächst über zwanzig Jahre als Maschinenschlosser bei Kugelfischer in Schweinfurt. In der Jugendbetreuung von "Kufi" nahm er zwei Jahre lang Unterricht in E-Gitarre. Aufgrund seines großen musikalischen Talents konnte er danach dann schon selbst Gitarren-Unterricht in der Jugendbetreuung geben. In berufsbegleitenden Lehrgängen lernte Horst Brand schließlich klassische Gitarre. Eine Chorleiter-Ausbildung in Augsburg und ein über zwei Jahre laufender Lehrgang für internationale Folklore in Remscheid schufen schließlich die Grundlage, seinen angestammten Beruf als Maschinenschlosser zu verlassen und fortan als hauptamtlicher Musiklehrer an der Musikschule Schweinfurt zu arbeiten. 

Gitarrist bei Tanz-Combos

22 Jahre lang wirkte Brand anschließend als Musiklehrer an verschiedenen Außenstellen der Musikschule. Neben dem Gitarren-Unterricht engagierte er sich dabei besonders als kompetenter Leiter von Kinder- und Jugendchören. Unvergessen sind die umjubelten Auftritte des von ihm geleiteten Gerolzhöfer Gospel-Chors der Musikschule. In seiner Freizeit spielte er in jüngeren Jahren in den Tanzsälen der Region auch bei mehreren Bands mit, so bei der "Maxi Swing Combo", bei den "Shades", bei den "Flamingos", beim "Sound-Express" und bei zahlreichen namenlosen Gruppen. Erfolgreich war auch seine Swing-Combo "Blue Messengers".

Ein Bild aus früheren Jahrzehnten: die Band 'Sound-Express' mit den Brüdern Günter (von links) und Horst Brand.
Foto: Repro Norbert Vollmann | Ein Bild aus früheren Jahrzehnten: die Band "Sound-Express" mit den Brüdern Günter (von links) und Horst Brand.

Seit Jahrzehnten engagiert sich der evangelische Christ auch in der Kirchenmusik, insbesondere als Bass-Sänger im Kirchenchor der Gerolzhöfer Erlöserkirche oder im Projektchor des Dekanats Castell. Seit dem Jahr 1991 kümmert er sich um die musikalische Ausgestaltung des Weltgebetstags. Aber auch beim Projektchor der katholischen Pfarreiengemeinschaft St. Franziskus am Steigerwald ist er seit Jahren ein treues Mitglied, insbesondere bei den festlichen Weihnachtskonzerten im Steigerwalddom. Auch beim Gesangverein "Liederkranz" sang Brand mit. 

Soziales Engagement

Neben seiner Leidenschaft für Musik engagiert sich Horst Brand gemeinsam mit seiner Ehefrau Hanna seit Jahren schon auch für Menschen am Rande der Gesellschaft. Bei der örtlichen Flüchtlingshilfe arbeitete das Ehepaar in der Kleiderkammer und über die Nachbarschaftshilfe Gerolzhofen setzen sich die Brands für die Unterhaltung und Ansprache der Menschen im Wohnstift "Steigerwald" ein. Dazu gehörte auch - bis zum Corona-Lockdown - das regelmäßige Organisieren von Lieder-Nachmittagen im Altersheim. Die von Horst Brand ins Leben gerufene achtköpfige Gruppe "Eintagsfliegen" spielte dabei alte Schlager und Evergreens, die von den Senioren noch mitgesungen werden können.

Eine Selbstverständlichkeit ist es für Horst Brand, dass auch Flüchtlinge in seinen Musikgruppen mitspielen. Das von ihm dabei ausgegebene Motto mag auch für sein eigenes Leben gelten: "Musik grenzenlos!"

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