Niederwerrn

Kandidaten im Porträt: Bettina Bärmann für Niederwerrn

Amtsinhaberin Bettina Bärmann will weitermachen und tritt erneut für die Freien Wähler an. Die 56-Jährige hat in Niederwerrn einiges bewegt, aber noch viel vor, wie sie sagt.
Bettina Bärmann ist seit sechs Jahren Bürgermeisterin in Niederwerrn. Für die Freien Wähler tritt sie bei den Kommunalwahlen am 15. März erneut an. 
Foto: Anand Anders | Bettina Bärmann ist seit sechs Jahren Bürgermeisterin in Niederwerrn. Für die Freien Wähler tritt sie bei den Kommunalwahlen am 15. März erneut an. 

Der nächste Geburtstag von Bettina Bärmann könnte so aussehen: Neu gewählte Gemeinderatsmitglieder leisten vor ihren Augen den Amtseid, schwören oder geloben "Treue dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern" und beginnen ihre kommunalpolitische Karriere. Sie entscheiden künftig mit, was in Niederwerrn umgesetzt wird oder nicht, diskutieren, was im jeweiligen Auge des Betrachters gut oder schlecht ist für die Gemeinde.

Bärmann wird diese Sitzung leiten, den Amtseid hat sie bereits geleistet, müsste es also nicht erneut tun. Für sie würde am 1. Mai 2020 mit der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Niederwerrner Gemeinderats ihre zweite Amtsperiode beginnen, an diesem Tag wird sie 57 Jahre alt. "Das wäre ein schönes Geburtstagsgeschenk", sagt sie.

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Aber noch ist es nicht so weit, und Bärmann (Freie Wähler) hat bei der Kommunalwahl am 15. März zwei Herausforderer: Jennifer Köhler (CSU) und Thomas Wohlfahrt (SPD) streben ebenfalls den Chefsessel im Rathaus an. Doch die Amtsinhaberin gibt sich selbstbewusst: Seit sechs Jahren ist sie Bürgermeisterin, habe in dieser Zeit viel erreichen können, wie sie sagt. Sie ist eng in die Konversion der Conn Barracks eingebunden, auf einem Niederwerrner Teil des Areals konnte bereits eine zukunftsträchtige Firma (Veoneer) angesiedelt werden. Sie habe sich in Verhandlungen bei Grundstücks- und Immobilienkäufen durch die Gemeinde bewährt, etliche Projekte intensiv vorbereitet und mitgeplant. "Es ist mir jetzt auch ein Bedürfnis, das umzusetzen."

Ein neues Dorfzentrum

Explizit nennt sie hier die "Neue Niederwerrner Mitte". Hier soll am Altdorfpfad eine neues Dorfzentrum entstehen, ein gesellschaftlicher Treffpunkt unter anderem mit Café, Museum und Energiescheune. Letztere soll das  Gebäudeensemble, das die "Neue Mitte" prägen wird, CO2-neutral mit Energie versorgen können, in zwei Jahren soll das aufwändige Projekt abgeschlossen sein.  Wobei "abgeschlossen" lediglich den baulichen Teil betrifft, denn laut Bärmann ist es im Nachgang enorm wichtig, die "Neue Mitte" stetig weiterzuentwickeln, die Bürger mit ihren Ideen und ihrem Engagement einzubinden. "Wir wollen ja auch, dass dieses Zentrum mit Leben erfüllt wird", erklärt sie.

Wenn die Bürgermeisterin erzählt, wie sie ihre ersten sechs Jahre im Amt erlebt hat, welche Ziele sie sich gesetzt hat und was sie erreicht hat, vermittelt sie vor allem eines: Entschlossenheit, weitermachen zu wollen. Die 56-Jährige ist vor 18 Jahren erstmals in den Gemeinderat gewählt worden, war danach zwölf Jahre zweite Bürgermeisterin, ehe sie 2014 an die Spitze der Gemeinde gewählt wurde, nachdem der langjährige Bürgermeister Peter Seifert (Freie Wähler) seinen Rückzug angekündigt hatte.

Ein riesengroßer Schritt

Dieser Schritt von der zweiten zur ersten Bürgermeisterin war noch mal ein riesengroßer, erinnert sie sich. Plötzlich sei man in der vollen Verantwortung, müsse die Verwaltung leiten, sitze dem Gemeinderat vor, sei Ansprechpartner für die Bürger und ihre Anliegen, habe eine Fülle an Aufgaben. "Es ist viel Arbeit. Aber es macht mir Spaß." Dass ihr der Schritt gelungen ist, liegt aus ihrer Sicht auch an ihrem beruflichen Werdegang: Die gelernte Kauffrau hat 25 Jahre im eigenen Unternehmen mit 16 Mitarbeiterin gearbeitet (Sanitär- und Heizungsinstallateur Bärmann-Fraas). "Ich komme aus der freien Wirtschaft", sagt sie. "Ich versuche mit meinen Geldern das Bestmögliche zu erreichen."

Bärmann lebt seit 39 Jahren in Niederwerrn, hat zwei erwachsene Kinder, einen Sohn, eine Tochter. Beide haben berufliche Erfahrung außerhalb der Region gesammelt, wohnen aber nun wieder in Niederwerrn: "Nur, wenn du dich hier verwurzelt fühlst, willst du auch wieder zurück", sagt Bärmann. Eine enorm wichtige Rolle spielen für sie dabei die Vereine. Man müsse als Kommune eine Bindung aufbauen zu jungen Leuten, "was nur über die Vereine funktioniert", erklärt sie.

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