Gerolzhofen

Krankenbett in Flammen: Patient erliegt seinen Verletzungen

Großalarm am späten Freitagnachmittag an der Geomed-Kreisklinik: In einem Patientenzimmer stand ein Bett in Flammen. Ein 81-Jähriger erlag seinen schweren Verletzungen.
Brand am Freitagnachmittag in der Geomed-Kreisklinik: Die Feuerwehr verlegte vorsorglich Schlauchleitungen, die dann glücklicherweise aber nicht gebraucht wurden.
Foto: Klaus Vogt | Brand am Freitagnachmittag in der Geomed-Kreisklinik: Die Feuerwehr verlegte vorsorglich Schlauchleitungen, die dann glücklicherweise aber nicht gebraucht wurden.

Zahlreiche Rettungskräfte eilten am Freitagnachmittag gegen 17.10 Uhr zur Geomed-Kreisklinik nach Gerolzhofen. Im Krankenhaus hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. In einem Patientenzimmer stand ein Bett in Flammen. Pflegerinnen und Pfleger entdeckten den Brand, retteten den 81-jährigen Patienten aus dem Bett und löschten das Feuer sofort mit einer Decke und Feuerlöschern. 

Aller Wahrscheinlichkeit nach dürfte es eine brennende Zigarette gewesen sein, die den Brand des Krankenbettes verursacht hat. Der 81-Jährige erlitt nach Angaben von Michael Zimmer, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken, lebensgefährliche Brandverletzungen. Nach der Erstversorgung in der Klinik wurde der Mann mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Dort erlag er am Samstagnachmittag seinen schweren Brandverletzungen. Die Krankenhausbediensteten, die den Brand entdeckt und gelöscht hatten, erlitten keine Verletzungen.

Höchste Alarmstufe

Die Integrierte Leitstelle Schweinfurt (ILS) schickte ein Großaufgebot an Rettungskräften zum Krankenhaus, nachdem die zuerst eintreffende Feuerwehr Gerolzhofen vor Ort tatsächlich einen Brand bestätigen konnte. Es wurde die höchste Brand-Alarmstufe "B 5" ausgerufen, da möglicherweise auch die Räumung des Gebäudes mit zahlreichen Patienten im Raum stand. Dazu kam es glücklicherweise nicht. Die Feuerwehr Gerolzhofen räumte vorsorglich nur die unmittelbaren Nachbarzimmer und lüftete den Gebäudebereich.

Die bereits mit Wasser gefüllten, in Bereitschaft liegenden Schlauchleitungen der Feuerwehr wurden nicht benötigt. Letzte Glutreste am brennenden Patientenbett konnten mit der Kübelspritze abgelöscht werden.
Foto: Klaus Vogt | Die bereits mit Wasser gefüllten, in Bereitschaft liegenden Schlauchleitungen der Feuerwehr wurden nicht benötigt. Letzte Glutreste am brennenden Patientenbett konnten mit der Kübelspritze abgelöscht werden.

Seitens des Rettungsdienstes waren neben den Kräften der BRK-Rettungswache Gerolzhofen weitere Teams mit Rettungsfahrzeugen aus Wiesentheid, Volkach und Schweinfurt im Einsatz, wie ein Sprecher der ILS bestätigte. Zur Verstärkung der örtlichen Notärzte wurden weitere Mediziner aus Volkach und Schweinfurt alarmiert. Zum Abtransport des Schwerstverletzten wurde ein Spezialhubschrauber aus Nürnberg angefordert.

Neben den Floriansjüngern aus der Stadt Gerolzhofen wurden auch die Wehren aus Gochsheim, Werneck (ABC-Erkundereinheit), Dingolshausen, Schallfeld, Geldersheim (Gerätewagen Atemschutz), Rügshofen und Stammheim und die Unterstützungsgruppe der örtlichen Einsatzleitung nachalarmiert. 

In der Dingolshäuser Straße vor dem Krankenhaus standen die Einsatzfahrzeuge in Bereitschaft.
Foto: Klaus Vogt | In der Dingolshäuser Straße vor dem Krankenhaus standen die Einsatzfahrzeuge in Bereitschaft.

Der durch den Brand entstandene Sachschaden in dem Patientenzimmer beläuft sich nach aktuellem Sachstand auf rund 15 000 Euro. Die weiteren Ermittlungen zum genauen Hergang und der Brandursache übernahm die Kriminalpolizei Schweinfurt. 

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