Gerolzhofen

Möglichst weit weg

Pestkranke und Aussätzige wurden aus der Gesellschaft entfernt und auf eine Isolierstation gebracht. Eine Spurensuche.
So könnte das Gerolzhöfer Siechenhaus ausgesehen haben: Vor den Toren der Stadt Zeil am Main stand Jahrhunderte lang ein Siechenhaus, das später als Armenhaus diente. Im Anbau (rechts) soll sich ein kleiner Hausaltar befunden haben, vor dem die armen Leute für das Seelenheil ihrer Wohltäter beteten.
Foto: Sammlung Ludwig Leisentritt | So könnte das Gerolzhöfer Siechenhaus ausgesehen haben: Vor den Toren der Stadt Zeil am Main stand Jahrhunderte lang ein Siechenhaus, das später als Armenhaus diente. Im Anbau (rechts) soll sich ein kleiner Hausaltar befunden haben, vor dem die armen Leute für das Seelenheil ihrer Wohltäter beteten.

Zu einer Zeit, als die Medizin noch in den Kinderschuhen steckte, half beim Ausbruch von hochansteckenden Seuchen nur ein drastisches Mittel: Um ein weiteres Ausbreiten der Epidemie zu verhindern, wurden die Kranken aus der Stadt gebracht und im Siechenhaus separiert. Damals war die räumliche Trennung von Krank und Gesund der einzige Weg, weitere Ansteckungen zu vermeiden. Die Menschen waren einer grassierenden Seuche hilflos ausgeliefert. Wo überlieferte Naturheilmittel versagten, blieb nur das Abschieben ins Siechenhaus als einzige Lösung. Weil die Infektionswege noch nicht erforscht waren, glaubte der ...

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