SCHWEINFURT

Nachsommer 2013: Paten-Schnulze und Disco-Csardas

Ein erster Vorgeschmack: Kilian Forster, Bassist der Klazz Brothers, spielte bei der Vorstellung des Nachsommer-Programms auf.
Foto: Anand Anders | Ein erster Vorgeschmack: Kilian Forster, Bassist der Klazz Brothers, spielte bei der Vorstellung des Nachsommer-Programms auf.

Ab sofort läuft der Vorverkauf: Der Nachsommer 2013 findet von 12. bis 28. September statt, diesmal nur an den Spielstätten SKF Halle 410 und Konferenzzentrum, die Kunsthalle ist noch bis 13. Oktober mit der Landesausstellung „Main und Meer“ belegt.

Das Festival nimmt sich dennoch des Themas an, mit der möglicherweise „letzten großen Hommage“ an die Landesausstellung, so Nachsommer-Intendant Clemens Lukas bei der Vorstellung des Programms in den Räumen des Gemeinschaftskraftwerks, einem der Sponsoren: Eine Reise durch die Alte und die Neue Welt mit Mark Twain (Freitag, 27. September,19.30 Uhr, SKF Halle 410). Angekündigt ist eine Mischung aus den spleenigen, gewitzten und poetischen Beobachtungen, weiser Voraussicht und großen humoristischen (Reise-)Geschichten Twains, gelesen von Schauspieler Max Tidof („Comedian Harmonists“), dazu passende Werke komponiert und gespielt von Jazzpianist Walter Lang.

Der Soloperkussionist Mohammad Reza Mortazavi eröffnet den Nachsommer mit seinem Programm „Codex“ (Donnerstag, 12. September, 19.30 Uhr, SKF Halle 410). Der iranische Musiker zaubert auf den traditionellen persischen Handtrommeln Tombak und Daf ein virtuoses Geflecht aus tanzbaren Rhythmen, schnellen Beats und tranceartigen Strukturen: Melodien verweben sich mit Rhythmusvariationen zu hypnotischen Klangwelten.

Die lange Tradition von Jazzern, die sich mit Bach befassen, setzt der finnische Pianist Iiro Rantala mit seinem „Power Trio“ und dem Programm „My History of Jazz“ fort (Freitag, 13. September, 19.30 Uhr, Halle 410). Ausgangspunkt seiner persönlichen Jazz-Lebensreise sind die Goldberg-Variationen.

Ein Wiedersehen mit den Klazz Brothers, diesmal mit der in den Niederlanden lebenden griechischen Sängerin Maria Markesini und dem neuen Pianisten Bruno Böhmer Camacho, gibt es am Samstag, 14. September, 19.30 Uhr, im Konferenzzentrum. Diesmal geht es nicht um einen einzelnen Komponisten, sondern um Filmmusiken und -Songs von „Moon River“ über die wunderbare Schnulze im „Paten“ bis „Never come on Sunday“.

Lukas Graham – Sänger und gleichnamige Band – sind Shootingstars aus Dänemark. Sie machen erdigen Pop mit schwarzen Einflüssen, und zwar am Freitag, 20. September, 19.30 Uhr in der teilbestuhlten Halle 410. Django 3000 ist eine urbayerische Formation, die ihren Namen sowohl vom Gitarrengott Django Reinhardt als auch vom sprichwörtlichen Western-Rächer Django ableitet. Die Musik ist eine wilde Mischung aus Gypsy-Swing, Balkan-Beat, Disco-Csardas und Freistaat-Flamenco (Samstag, 21. September, 19.30 Uhr, Halle 410, unbestuhlt).

Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker machen schon seit 1972 (freilich in immer neuen Besetzungen) Crossover-Musik von Bach bis Beatles, von Villa-Lobos bis Joplin, von Bernstein bis Broadway. Sie sind am Sonntag, 22. September, um 19.30 Uhr im Konferenzzentrum Maininsel zu Gast.

Zwei Sängerinnen, sechs Sänger: Das britische A-Cappella-Ensemble Voces8 gilt als eine der führenden jungen Formationen. In bester englischer Tradition reicht ihr Repertoire von früher Polyfonie bis hin zu aktuellem Pop und James-Bond-Titelsongs (Donnerstag, 26. September, 19.30 Uhr, Halle 410).

Den Abschluss des Nachsommers übernimmt der Engländer Alexander Stewart, in dessen Stimme sich die kühle Klarheit eines Frank Sinatra mit dem verwegenen Schmelz eines Dean Martin verbindet. Das Programm schlägt den Bogen vom American Songbook zur Gegenwart mit Hits von Blondie oder Lana del Rey in Swing- oder Bossa-Nova-Versionen (Samstag, 28. September, 19.30 Uhr, SKF Halle 410).

Vorverkauf: Karten zwischen 12 und 32 Euro in der Geschäftsstelle des Schweinfurter Tagblatts, Schultesstraße, Tel. (09 31) 60 01 60 00, oder online: www.nachsommer.de

Große Bandbreite: Mohammad Reza Mortazavi, die 12 Cellisten und Maria Markesini (von links).
Foto: Daniela Incoronato, Stephan roehl, Merlijn Doomernik | Große Bandbreite: Mohammad Reza Mortazavi, die 12 Cellisten und Maria Markesini (von links).
Große Bandbreite: Mohammad Reza Mortazavi, die 12 Cellisten und Maria Markesini (von links).
Foto: Daniela Incoronato, Stephan roehl, Merlijn Doomernik | Große Bandbreite: Mohammad Reza Mortazavi, die 12 Cellisten und Maria Markesini (von links).
Große Bandbreite: Mohammad Reza Mortazavi, die 12 Cellisten und Maria Markesini (von links).
Foto: Daniela Incoronato, Stephan roehl, Merlijn Doomernik | Große Bandbreite: Mohammad Reza Mortazavi, die 12 Cellisten und Maria Markesini (von links).
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