Schweinfurt

NS-Dokumente und ein Babybuch führen nach Schweinfurt

Andra Marx ist aus Amerika angereist. Sie will sehen, wo die Wurzeln ihres Vaters sind. Und sie erfährt, wie aus dem Juden Helmut der Amerikaner Harold wurde.
Andra Marx mit ihren Ehemann Mark Madonna vor dem Anwesen Nummer 19 in der Rückertstraße. Hier stand einst das Elternhaus ihres Vaters. Es wurde zerbombt. Die 58-Jährige aus Amerika will die Geschichte ihrer jüdischen Vorfahren kennenlernen.
Foto: Anand Anders | Andra Marx mit ihren Ehemann Mark Madonna vor dem Anwesen Nummer 19 in der Rückertstraße. Hier stand einst das Elternhaus ihres Vaters. Es wurde zerbombt. Die 58-Jährige aus Amerika will die Geschichte ihrer jüdischen Vorfahren kennenlernen.

Als Andra Marx auf den Spuren ihrer jüdischen Vorfahren durch Deutschland reist und am vergangenen Mittwoch auch Schweinfurt besichtigt, den Geburtsort ihres Vaters, schlägt gerade im 300 Kilometer entfernten Halle der Attentäter zu. Er will in die vollbesetzte Synagoge dort eindringen. Weil das misslingt, erschießt er eine Passantin auf der Straße und einen Handwerker im benachbarten Dönerimbiss. Wie grotesk.

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