Schweinfurt

Photovoltaik: Geht Schweinfurt in die Städte-Challenge?

Da geht noch einiges in Sachen Photovoltaik, meinen CSU und Grüne. Die Industriestadt wollen sie für einen Wettbewerb der Städte an den Start bringen. Das Ziel: ehrgeizig.
Noch sind auf Schweinfurts Dächern nur fünf Prozent der Flächen mit Photovoltaik ausgestattet, die nach dem Solarkataster der Stadt möglich und sinnvoll wären.
Foto: Josef Lamber | Noch sind auf Schweinfurts Dächern nur fünf Prozent der Flächen mit Photovoltaik ausgestattet, die nach dem Solarkataster der Stadt möglich und sinnvoll wären.

Fossil Free Karlsruhe heißt die Initiative, die hinter der "Faktor2 Städte-Challenge Photovoltaik" steckt. Ein Wettbewerb, der schon am 21. Februar beginnt, und bei dem Städte aus ganz Deutschland gegeneinander antreten sollen. Es geht um nichts weniger als um die Verdoppelung der Photovoltaik-Leistung im Stadtgebiet. Da hat Schweinfurt noch einiges an Potential, meinen die Stadtratsfraktionen von CSU und Bündnis 90/Die Grünen. In einem gemeinsamen Antrag fordern sie die Teilnahme der Stadt an dem Wettbewerb.

Der soll den "bisher unzureichenden Ausbau der Dach-Photovoltaik in der Stadt fördern" – nicht nur durch die öffentliche Wahrnehmung durch den Wettbewerb, sondern "gerne auch mit weiteren Maßnahmen". Zum Beispiel mit der Unterstützung der Stadtwerke, die schon jetzt Hausbesitzern PV-Anlagen zum Mieten anbiete. Werbung und Unterstützung für und von privaten Anlagen sei auch in Schweinfurt nötig. Nur fünf Prozent der Dachflächen, die laut dem Solarpotenzialkataster der Stadt geeignet sind, würden tatsächlich für die Produktion von Energie durch Photovoltaik genutzt. 

Den weiteren Aufbau von Anlagen – möglichst mit Eigenverbrauch und Energiespeicher im Haus –voranzutreiben, zahle sich aus, so die Antragsteller. Mehr Dach-Photovoltaik vermindere den Verbrauch fossiler Energien und die Erfordernis von Stromtrassen, ohne zusätzliche Flächen zu verbrauchen. Denn die Dächer sind ohnehin da und die Voraussetzungen in Schweinfurt im Grunde ganz gut: Mit 1665 Sonnenstunden pro Jahr gehört die Stadt zu den von der Sonne verwöhnten Städten.

Was es zu gewinnen gibt

Im Wettbewerb treten die Städte in zwei Kategorien an: Städte über und unter 100 000 Einwohnern. Monatlich müssen alle die in ihrem Gebiet installierte Nennleistung von Photovoltaikanlagen melden. Das Spiel endet dann, wenn die erste Großstadt diese Leistung verdoppelt hat, wobei ein Mindestwert als Ausgangspunkt festgelegt ist. Für jedes Quartal werden außerdem die Quartalssieger bekanntgegeben.

Zu gewinnen sind im Grunde gute Schlagzeilen durch die Öffentlichkeitsarbeit und Titel wie "Faktor2-Solarstadt". Der eigentliche Gewinn liegt auf dem Zugewinn an regenerativer Energiegewinnung. Wo und wie viel Energie heute über Photovoltaikanlagen gewonnen wird, lässt sich im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur im Internet sehen. 

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