Schweinfurt

MP+Prozess in Schweinfurt: Hat die Mutter ihr Neugeborenes wirklich ermordet?

Eine 27-Jährige soll ihre Schwangerschaft verheimlicht und das Kind nach der Geburt "aus niederen Beweggründen" getötet haben. Mord oder menschliche Tragödie?
Am Landgericht Schweinfurt findet die Verhandlung um den Tod eines Babys im Jahr 2020 statt.
Foto: Horst Breunig | Am Landgericht Schweinfurt findet die Verhandlung um den Tod eines Babys im Jahr 2020 statt.

Für die Staatsanwaltschaft Schweinfurt ist die Sache ziemlich klar. Die Angeklagte war im vergangenen Jahr von ihrem Lebensgefährten ungewollt schwanger geworden. Sowohl dem werdenden Kindsvater wie fast allen anderen habe sie die "bis zuletzt abgelehnte Schwangerschaft nach Kräften" verheimlicht. Vorsorge für eine Geburt und die Folgen habe sie nicht getroffen, sondern auf einen Abort oder eine Totgeburt gehofft.Die Anklage geht von Vorsatz ausIn der dritten Augustwoche 2020 hätten nachts die Wehen eingesetzt, heißt es in der Anklage weiter.

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