Gerolzhofen

Sauberes Wasser – ein Menschenrecht

Das Afrika-Zirsternenprojekt an der Ludwig-Derleth-Realschule.
Foto: Bernd Mainka | Das Afrika-Zirsternenprojekt an der Ludwig-Derleth-Realschule.

Im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitswoche in Gerolzhofen, an der sich die Ludwig-Derleth-Realschule (LDR) ebenfalls aktiv beteiligte, referierte laut einer Pressemitteilung Armin Rodenfels von Kolping Würzburg, über das Zisternenprojekt in Kenia. Zeitgleich findet an der Realschule von der Regierung Unterfranken eine Ausstellung zum Thema „ Trinkwasser für Unterfranken“ statt. Seit 2010 besteht das UN Menschenrecht auf sauberes Wasser, aber 800 Millionen Menschen weltweit haben diesen Zugang nicht. „Wenn wir Wasser hätten, könnten wir Bananen, Zuckerrohr und Kohl anbauen“, so waren die Worte einer Frau aus Afrika, die täglich sehr weite Wege zurücklegen muss, um ihre Familie mit Wasser zu versorgen. In der Regel ist es die Aufgabe der Kinder und Frauen, Wasser herbei zu tragen. Deshalb ist die Bildung dann gerade für Mädchen nicht zugänglich.

Keine Zeit für Schule

„Viel mehr Kinder hätten Zeit in die Schule zu gehen, statt stundenlange Wege zum Wasserholen zu laufen. Die Kinder müssten kein Wasser frühmorgens vor der Schule und mit zur Schule tragen. Sie müssten kein verschmutztes Wasser mehr trinken. Sie würden nicht mehr krank werden.“ Da aufgrund von Wassermangel wenig Gemüse angebaut werden kann, ist eine ausgewogene und gesunde Ernährung nicht möglich, deshalb ist die Kindersterblichkeit in Kenia sehr hoch.

Aus diesen Gründen wurde das Zisternenprojekt, eine Idee des Referenten Armin Rodenfels, von Kolping Würzburg umgesetzt. Die Trockenperioden können durch das Auffangen von Regenwasser in der Regenzeit mit den Zisternen überbrückt werden. Das Projekt läuft seit April 2018, es haben bereits zirka 1000 Personen Zugang zu Zisternenwasser in Kenia, wo Kolping Nairobi international mit Kolping Köln in Verbindung steht. Aus der Diözese Würzburg stehen einige Kolpingsfamilien mit Kolpingsfamilien aus Kenia in Partnerschaften.

Das Wegfallen  vieler für das Wasserholen benötigter Stunden bringt zum Beispiel: Zeit für Schule, Zeit für Hausarbeit, Zeit für Familie. Zur Verfügung stehendes Wasser für den Gemüseanbau bedeutet auch, dass es für den Schulbedarf verkauft werden kann.

Erlöse für Trinkwasser in Afrika

Die Schüler/innen der LDR waren betroffen von den Auswirkungen des Wassermangels und fehlender Versorgung mit Trinkwasser. Der Zusammenhang von möglicher Bildung und Gesundheit durch die Anschaffung von Zisternen motivierte die Klassen im laufenden Schuljahr Aktionen durch zuführen und den Erlös für die Anschaffung von Zisternen zu Spenden. Vielleicht steht dann in Kenia bald eine Zisterne, auf der der Name ihrer Spender, der Schülerinnen und Schüler Ludwig-Derleth-Realschule, vermerkt ist.

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