Schonungen

„Von Stalingrad nach Rossoschka“

Der Rossoschka-Schauplatz des Zweiten Weltkrieges wurde als Kriegsgräberstätte zu einer Mahnung zu Frieden und Völkerverstandigung.
Foto: Uwe Zucchi/Bundesarchiv | Der Rossoschka-Schauplatz des Zweiten Weltkrieges wurde als Kriegsgräberstätte zu einer Mahnung zu Frieden und Völkerverstandigung.

Wenn es Herbst wird, kommen im Monat November mit Allerheiligen, Volkstrauertag und Totensonntag besondere Tage der Erinnerung an die Verstorbenen. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit dem Auftrag Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft im Ausland zu betreuen und diese zu Lernstätten der Geschichte zu entwickeln, führt in diesen Tagen seine Sammlung durch. Sie ist heuer auf die Zeit vom 18. Oktober bis 3. November festgesetzt. In Schonungen wird dazu von Dienstag, 15. Oktober bis einschließlich Mittwoch, 27. November, im Foyer des Rathauses vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge die Ausstellung "Von Stalingrad nach Rossoschka" gezeigt. Besichtigung ist möglich zu den Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung.

Auf rund einem Dutzend Stellwänden informieren reichhaltiges Bildmaterial, Feldpostbriefe oder Lageberichte über das militärische Geschehen dort während des Zweiten Weltkrieges, aber auch über die Zeit deutscher Soldaten in russischer Gefangenschaft. Ein zweiter Teil der Ausstellung widmet sich dem Aufbau der Kriegsgräberstätte Rossoschka ab den frühen 1990er Jahren". Sie liegt auf der Gemarkung des gleichnamigen im Zweiten Weltkrieg völlig zerstörten Dorfes in rund 40 Kilometern Entfernung vom Stadtzentrum Wolgagrads, so die heutige Namensgebung von Stalingrad.

"Diese Ausstellung zeigt exemplarisch die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge", betont deren Geschäftsführer am Bezirk von Unterfranken Oliver Bauer. Er verweist auf das dauerhafte Ruherecht für die Kriegsgräber hin und die auch heute noch in Osteuropa anhaltende Bergung von im Zweiten Weltkrieg gefallenen deutschen Soldaten.

Da der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiern kann, findet in Bad Kissingen im Regentenbau am Dienstag, 17.Oktober, ein Jubiläumskonzert mit dem Heeresmusikkorps Veitshöchheim statt.

Eine zerstörte Bahnanlage in Stalingrad im Oktober 1942.
Foto: Uwe Zucchi/Bundesarchiv | Eine zerstörte Bahnanlage in Stalingrad im Oktober 1942.
Im Bilde eine Kolonne deutscher Kriegsgefangener im Februar 1943 wenige Tage nach Ende der Schlacht von Stalingrad.
Foto: Uwe Zucchi/Bundesarchiv | Im Bilde eine Kolonne deutscher Kriegsgefangener im Februar 1943 wenige Tage nach Ende der Schlacht von Stalingrad.
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