Schweinfurt

Wohnen - Bauen - Ambiente: Volle Auftragsbücher, aber oft leere Lager

So bekommt das Bad ein Gesicht: Wieland Bubmann am Stand eines Wettringers Ausstellers.
Foto: Uwe Eichler | So bekommt das Bad ein Gesicht: Wieland Bubmann am Stand eines Wettringers Ausstellers.

"Home, sweet home" liegt als Lebensgefühl nicht erst seit "Home Schooling" und "Home Office" voll im Trend. Zuletzt waren es niedrige Kreditzinsen, die den Immobilienmarkt beflügelt haben. An den eigenen vier Wänden gibt es dann bekanntlich immer etwas zu tun. Entsprechend boomt die Branche auch (oder gerade) in der Coronakrise.

Das war eine Erkenntnis der regionalen Messe "Wohnen Bauen Ambiente", die Samstag und Sonntag im Konferenzzentrum über die Bühne gegangen ist. "Sie ist für kleine, qualitativ hochwertige Firmen gedacht", sagt ein zufriedener Messeveranstalter Wieland Bubmann, der mit mindestens 2000 Besuchern rechnete. Bubmann veranstaltet außerdem Messen in seiner Heimatregion Bayreuth, in Würzburg und Hof. Seit vielen Jahren geht es auf der Maininsel um die Welt der Baufinanzierung, Gebäudereinigung, Umwelttechnik, Algenkiller, Sonnensegel, Kachelöfen oder Badsanierung. Wer will, kann sogar verborgene Wasseradern aufspüren lassen, ganz ohne Wünschelrute.

Die Stimmung ist gut, aber der Rohstoffmarkt recht leer

Corona gibt es allerdings auch noch und hat einige potentielle Aussteller verunsichert. Eigentlich habe die "Wohnen Bauen Ambiente" wie gewohnt im Februar stattfinden sollen, so Bubmann. Da herrschte allerdings noch überall Lockdown-Stimmung. Nun wurde kurzfristig der Septemberplatz der Ufra übernommen.

"Die Stimmung ist gut", freut sich der Organisator, dank Immobilienboom und Öko-Bewusstsein. Die Teilnehmer berichteten von vollen Auftragsbüchern. Ein Wermutstropfen: Vielerorts fehle es an Baumaterial, vor allem Amerikaner und Chinesen kauften derzeit den Rohstoffmarkt leer. In einem Fall habe ein Kunde ein Dreivierteljahr auf seinen Parkettboden warten müssen.

Das Desinfektionsspray stand immer bereit: Corona-Schutz wurde im Konferenzzentrum groß geschrieben.
Foto: Uwe Eichler | Das Desinfektionsspray stand immer bereit: Corona-Schutz wurde im Konferenzzentrum groß geschrieben.

Solange auf dem Weltmarkt derart hohe Preise gezahlt würden, nicht zuletzt für Holz, werde sich daran so schnell nichts ändern, vermutet Bubmann. Fast 70 Aussteller tummelten sich gleich neben der City, Pandemie-Prophylaxe wurde großgeschrieben.

Freiticket für frisch Getestete 

Wer kein Impfzertifikat hatte, durfte sich neben dem Eingang testen lassen und erhielt dann sogar ein Freiticket. Auch innovative Fachvorträge waren geboten. Das Thema PV-Anlagen in Kombination mit Speichertechnik zog Eigenheimer ebenso an wie Expertenwissen rund um Terrassen-Überdachungen oder Tür- und Treppenrenovierungen.

Kredite für Neubauten, Sanierungen oder Hauskäufe sind ebenfalls schwer gefragt, etwa die der Förderbank KfW. Der Schutz vor Einbrüchen und Diebstählen scheint derzeit ganz oben auf der Agenda der Hausbesitzer zu stehen. Der Vertreter einer Umwelttechnik-Firma aus Holzhausen würde sich mehr politischen Schwung in Sachen Energiewende wünschen. An seinem Stand stand ein kleines, speichergetriebenes Luftreinigungsgerät. Mal nicht wegen Corona, sondern zu Demonstrationszwecken: "Das Gerät hilft auch gegen Pollen."

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