WÜRZBURG

Abrissbirnen beenden Ära Kupsch

Das ehemalige Kupsch-Areal an der Nürnberger Straße wird in den nächsten eineinhalb Jahren zur Großbaustelle. Die Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen baut hier einen Markt mit Vollsortiment für 3500 Quadratmeter Verkaufsfläche plus Backshop und Café. Dafür werden jetzt – abgesehen vom Verwaltungshochhaus – alle früheren Kupsch-Gebäude einschließlich Fleischverarbeitung und Bernhard's Backhaus direkt an der Nürnberger Straße komplett abgerissen. Für die Abbrucharbeiten will man die Wintermonate nutzten. Sie haben bereits begonnen. An diesem Freitag gab es dafür einen symbolischen „Spatenstich“ auf dem Gelände.

Kupsch-Gebäude lange ungenutzt

Nach dem Kupsch-Konkurs waren die Gebäude teils über zehn Jahre ungenutzt und dem Verfall preis gegeben. Kein Wunder, dass der amtierende Bürgermeister Adolf Bauer von einem „Meilenstein der Stadtentwicklung“ an dieser wichtigen Würzburger Einfallstraße sprach. Die Schweinfurter Straße sei sukzessive in einen attraktiven Büro- und Geschäftsstandort verwandelt worden, jetzt folge die Nürnberger Straße. Auf einer Industriebrache entstehe ein neuer Vollsortimenter und ein kleineres Fachmarktzentrum, was eine absolute Aufwertung sei.

Mit diesem Großprojekt geht aber auch eine großzügige Verkehrslösung an der Nürnberger Straße einher. Verhandlungen mit der Stadt haben ergaben, dass die Edeka 1700 Quadratmeter für einen Verkehrskreisel zur Verfügung stellt, über den einerseits der neue Markt erschlossen wird und sich andererseits die problematische Kreuzungssituation mit der Gattingerstraße deutlich entspannt.

Deswegen sprach auch Stadtbaurat Christian Baumgart von einer echten „Win-Win“-Situation. Für Edeka sei ein attraktiver Standort gefunden worden, weil er von der Nürnberger Straße aus künftig gut zu erreichen sein wird.

Eine weitere Zufahrt gibt es von der Werner-von-Siemens-Straße und zu Fuß über den David-Schuster-Weg, weshalb der Markt auch bedeutungsvoll für die Nahversorgung von Lengfeld ist. Mit der Planung könne auch der Straßenausbau der Nürnberger Straße abgeschlossen werden. Es werde sich ein städtebaulich schöner Stadteingang entwickeln.

Die Verantwortlichen der Edeka Grundstücksgesellschaft, Florian Hofmeister und Christoph Grundmann, waren nicht weniger glücklich über diesen Auftakt. Projekte in dieser Größenordnung sind auch für sie sehr selten. Beide sprachen von einem „hochinteressanten Standort“. Bei einem Markt mit 3500 Quadratmetern Verkaufsfläche und 360 Parkplätzen geht es um einen der größten Märkte des Unternehmens in Unterfranken.

Markteröffnung im Jahr 2015

Es ist auch eine enorme Investition. Ohne Grundstückskauf und den Beitrag zur Verkehrs-Erschließung sind rund sechs Millionen veranschlagt. Allein der Abbruch und die Entsorgung der ehemaligen Kupsch-Gebäude liegen im siebenstelligen Bereich.

Auf einen genauen Eröffnungstermin will man sich nicht festlegen. Der soll aber auf jeden Fall im Jahr 2015 sein. Beim Zeitrahmen hängt natürlich sehr viel auch davon ab, ob die Verkehrserschließung, der Kreisel an der Nürnberger Straße, rechtzeitig fertig sein wird.

Die Edeka ist eine Genossenschaft, die ihre Einkaufszentren und Märkte beliefert. Für die Liegenschaften ist die Edeka Grundstücksgesellschaft zuständig. Betrieben wird der neue Markt künftig von dem selbstständigen Kaufmann Stefan Popp.

Symbolischer Akt: Lustiges Sandschaufeln mit Bürgermeister Adolf Bauer. Die Abraumhalde im Hintergrund zeigt, dass es bereits ernst geworden ist. In den nächsten Wochen wird Kupsch förmlich abgeräumt. RICHARD WUST
Foto: Foto: | Symbolischer Akt: Lustiges Sandschaufeln mit Bürgermeister Adolf Bauer. Die Abraumhalde im Hintergrund zeigt, dass es bereits ernst geworden ist. In den nächsten Wochen wird Kupsch förmlich abgeräumt. RICHARD WUST
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