Würzburg

Airport-Chef sucht weiter nach neuem Betreiber

Bald soll wieder Leben einziehen in die Diskothek Airport in der Gattingerstraße.
Foto: Airport | Bald soll wieder Leben einziehen in die Diskothek Airport in der Gattingerstraße.

In der Kult-Diskothek Airport in der Gattingerstraße soll es weitergehen. Eigentümer Rudi Schmidt erfüllt derzeit alle Brandschutzauflagen der Stadt Würzburg und hat extra ein Büro mit der sachgerechten Umsetzung beauftragt.

Nun ist Schmidt auch weiterhin auf der Suche nach einem neuen Betreiber. Für die weit über Unterfranken hinaus bekannte Diskothek sind laut Schmidt gleich mehrere Interessenten am Start. Wie berichtet hatte sich der Eigentümer mit den beiden Betreibern Mischa Steigerwald und Daniel Soriano im Herbst auf einen Auflösungsvertrag geeinigt. Schmidt ist daher wieder der alleinige Chef im Airport.

Schlagerweihnacht im Airport

Gute Nachrichten auch für das Partyvolk: Drei Kultveranstaltungen in der Weihnachtszeit sind von der städtischen Bauaufsicht genehmigt worden, Das private Brandschutzbüro hatte dem Airport eine vorläufige Bescheinigung für die vorzeitige Nutzung der Clubs attestiert, unter Auflagen. Und die, 45 an der Zahl, sind laut Schmidt erfüllt.

Nun können die Partyfans diese Kultveranstaltungen – das sind am 23. Dezember die „Schlagerweihnacht“, am 25. Dezember „Rockpalast - The Final Show“ und die Silvester-Party am 31. Dezember an der gewohnten Stelle in der Gattingerstraße besuchen.

Umbau ohne Genehmigung

Das ganze Problem mit dem Airport begann laut Stadtbaurat Christian Baumgart so, wie er in einer Sitzung des Stadtrates erläuterte: Die Umbaumaßnahmen in der Diskothek eilten den Genehmigungen im Baurecht voraus. Daher habe seine Abteilung eingreifen müssen. Der Umbau fand noch unter der Ägide der beiden ehemaligen Betreiber statt.

Und wenn es um den Brandschutz und um die Sicherheit von Menschen geht, lässt die Stadt nicht mit sich spaßen, hatte Stadtsprecher Christian Weiß damals gesagt und so hatte das Airport seinen Bestandsschutz verloren und die geplante Sommerpause dauert bis heute. Nach einem Termin mit Bauaufsicht und Feuerwehr stand fest, dass die Diskothek eine Meldeanlage mit direktem Kontakt zur Feuerwehr braucht. Und die kostet nach Experten-Schätzungen schon mal einen sechsstelligen Betrag.

Die Zukunft: Ein kleineres Airport

Doch Schmidt fand eine Lösung, wie das Airport gerettet werden konnte, ohne gewaltig investieren zu müssen. Er huldigte dem Zeitgeist und verkleinert künftig die Diskothek: Der Soundpark bekommt eine andere Nutzung und die beiden Clubs T 1 und T 2 bleiben weiterhin für dass Partyvolk bestehen. Dieser Bauantrag wurde von der Stadt genehmigt. Damit verkleinert sich die Feier-Fläche im Airport auf unter 1000 Quadratmeter und braucht somit laut Gesetz keine Brandmeldeanlage mit direkten Feuerwehrkontakt.

Die Zeiten des Wohnzimmerflairs aus den 80er und 90er Jahren wird es natürlich so nicht mehr geben, sagt Schmidt, der ausdrücklich klar macht, dass es eine Zwischenlösung mit ihm als Disco-Chef nicht geben wird. Das Airport soll erst unter einem neuen Betreiber wieder eröffnen. Und weil er an der Diskothek hängt, will er sie auch nicht sterben lassen. Einen genauen Zeitpunkt, wann der Tanztempel wieder aufmacht, konnte Schmidt noch nicht nennen.

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