Würzburg

MP+Anklage wegen Kirchenasyl: Oberzeller Schwester spricht über ihren Prozess

Am 2. Juni steht die Ordensfrau Juliana Seelmann vor Gericht, weil sie zwei Nigerianerinnen Kirchenasyl gewährte. Sie kannte die Konsequenzen - und hofft doch auf Gerechtigkeit.
Weil sie zwei Frauen Kirchenasyl gewährte, muss sich Schwester Juliana Seelmann aus dem Kloster Oberzell (Lkr. Würzburg) am 2. Juni vor Gericht verantworten.
Foto: Ivana Biscan | Weil sie zwei Frauen Kirchenasyl gewährte, muss sich Schwester Juliana Seelmann aus dem Kloster Oberzell (Lkr. Würzburg) am 2. Juni vor Gericht verantworten.

"Ein Samariter aber ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn." In nur wenigen Worten drückt dieser biblische Satz aus, was Nächstenliebe bedeutet, sagt die Ordensfrau Juliana Seelmann. Bis heute, davon ist sie überzeugt, sei das Gleichnis vom barmherzigen Samariter der Auftrag, Menschen in Not zu helfen. An diesem Nachmittag im Mai hat die 38-Jährige ins Kloster Oberzell (Lkr. Würzburg) eingeladen, eine Gemeinschaft von über 100 Franziskaner-Schwestern, der sie sich vor gut 10 Jahren angeschlossen hat.

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