Würzburg

Bismarck-Quartier nimmt erste Formen an

Das Rotterdamer Architekturbüro Rapp & Rapp gewann einen von zwei ersten Preisen beim städtebaulichen Wettbewerb für das künftige Bismarck-Quartier. Im Hintergrund erkennt man das Posthochhaus.
Foto: Rapp & Rapp | Das Rotterdamer Architekturbüro Rapp & Rapp gewann einen von zwei ersten Preisen beim städtebaulichen Wettbewerb für das künftige Bismarck-Quartier. Im Hintergrund erkennt man das Posthochhaus.

Die Tage des heutigen Posthallen-Areals neben dem Hauptbahnhof sind gezählt, nachdem die Würzburger Beethovengruppe im Februar 2016 das 3,35 Hektar große Gelände von der Stadt Würzburg erworben hatte. Die Investoren wollen hier eine Mischnutzung für Wohnen, Büros und Hotel realisieren.

Geplant sind zwei Hotels mit 250 bis 350 Zimmern, 300 bis 400 Zwei- bis Vierzimmerwohnungen sowie 14 000 Quadratmeter Büroflächen. Neben einer Tiefgarage mit 1000 Plätzen sollen auch großzügige Grün- und Erholungsflächen geschaffen werden. Neben dem Posthochhaus, das zu einem späteren Zeitpunkt saniert werden soll, ist ein Gebäude für Lebensmitteleinzelhandel geplant.

Zwei erste Preise

Für die städtebauliche Entwicklung des Geländes hat die zur Beethovengruppe gehörende Bismarck-Quartier GmbH im Juni 2017 einen Realisierungswettbewerb ausgelobt, dessen Ergebnis jetzt feststeht.

Die Jury hat nach einer zweitägigen Beratung zwei erste Preise vergeben und zwar an das Architekturbüro Rapp & Rapp aus Rotterdam zusammen mit dem Landschaftsarchitekten Lützow 7 aus Berlin sowie das Büro Baumschlager Eberle aus Lustenau (Österreich) mit Planstatt Senner aus Überlingen.

Die städtebauliche Entwicklung des Bismarck-Quartiers sei eine höchst anspruchsvolle Aufgabe, sagte der Jury-Vorsitzende Kunibert Wachten, Architekt und Stadtplaner aus Dortmund. Es sei deshalb eine gute Entscheidung gewesen, diese Aufgabe in einem Wettbewerbsverfahren lösen zu lassen, wird er in einer Pressemitteilung der Beethovengruppe zitiert. Dieses Beispiel sollte Schule machen und Anregung sein, dass mehr private Bauherren für wichtige Standorte in der Stadt ebenfalls ähnlich anspruchsvolle Projekte auf den Weg bringen, so Wachten.

Entwürfe werden überarbeitet

Die Entwürfe der Preisträger werden nun auf Grundlage der Empfehlungen des Preisgerichts überarbeitet und dann erneut beurteilt. Neben den beiden Preisträgern gab es außerdem noch eine Anerkennung für das Büro Max Dudler aus Berlin in Zusammenarbeit mit TDB Landschaftsarchitektur aus Berlin.

Ein Quartier für 2000 Menschen

Insgesamt hatten sich an dem Wettbewerb 14 Architektur- und Stadtplanungsbüros beteiligt. Die Jury setzte sich zusammen aus OB Christian Schuchardt, Stadtbaurat Christian Baumgart, Architekten, Stadtplanern und Stadtratsmitgliedern sowie den Geschäftsführern der Beethovengruppe Alexander Weigand und Niko Rotschedl. „Wir möchten ein lebenswertes, durchmischtes und urbanes Quartier schaffen, in dem rund 2000 Menschen gerne wohnen, arbeiten und ihre Zeit verbringen wollen“, umreißt Weigand in der Pressemitteilung die Intention der Investoren, die den Start der Bauphase für 2020 vorgesehen haben.

Ausstellung mit allen Arbeiten

Alle Wettbewerbsarbeiten werden von Dienstag, 9. Januar 2018, bis Freitag, 19. Januar, in den Posthallen am Bahnhofsplatz öffentlich ausgestellt. Die Ausstellung ist montags bis freitags jeweils von 16.30 bis 18.30 Uhr sowie am Sonntag, 14. Januar, von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Auch der Entwurf des Architekturbüros Baumschlager Eberle gefiel der Jury. Das Büro aus dem österreichischen Lustenau erhielt dafür einen von zwei ersten Preisen. Foto Baumschlager Eberle
Foto: Baumschlager Eberle | Auch der Entwurf des Architekturbüros Baumschlager Eberle gefiel der Jury. Das Büro aus dem österreichischen Lustenau erhielt dafür einen von zwei ersten Preisen. Foto Baumschlager Eberle
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