Uffenheim

Blick auf das jüdische Leben

"Mehr als Steine" lautet der Titel des Gottesdienstes zum Thema Landjudentum am 16. Mai in der Stadtkirche St. Johannis in Uffenheim.
Foto: Heidi Wolfsgruber | "Mehr als Steine" lautet der Titel des Gottesdienstes zum Thema Landjudentum am 16. Mai in der Stadtkirche St. Johannis in Uffenheim.

Wo ist jüdisches Leben in und um Uffenheim sichtbar? Das Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ gibt Anlass zu dieser Frage und motiviert, auf Spurensuche zu gehen. Die Kirchengemeinde und das Evangelisch-Lutherische Dekanat Uffenheim gestalten dazu einen Sonntag-Morgen-Spezial-Gottesdienst (SMS) am 16. Mai um 9.30 Uhr in der Stadtkirche St. Johannis.

„Mehr als Steine” – so lautet das Motto, das dazu einladen will, den Blick auf jüdisches Leben zu weiten, heißt es in der Ankündigung. Die mit evangelischer Bildungsarbeit beauftragte Pfarrerin Heidi Wolfsgruber hat dazu Hans Schlumberger als Prediger eingeladen. Er ist nicht nur Pfarrer, sondern auch ein leidenschaftlicher Forscher im Bereich des Landjudentums. Auch mit dabei ist der Uffenheimer Heimat- und Museumsverein, der an einem neuen Ausstellungsbereich übers Judentum im Gollachgaumuseum arbeitet. Unter den neuen Exponaten befinden sich laut Vorsitzendem Ernst Gebert richtige Schätze. Von denen werden jetzt einige im Gottesdienst erstmals der Öffentlichkeit gezeigt werden.

Ursprünglich war der Themen-Gottesdienst einmal Auftakt für die Ausstellungseröffnung im Rahmen des jährlich stattfindenden Museumsfestes am Schloßplatz in Uffenheim geplant gewesen. Pfarrerin Wolfsgruber freut sich, dass das spezielle Gottesdienstformat viel Freiheit zur Gestaltung lässt: „Dieser Gottesdienst will uns den Reichtum jüdischen Lebens und Glaubens entdecken lassen und uns damit die Möglichkeit geben, sowohl unser Wissen als auch unsere innere Haltung bezüglich Jüdinnen und Juden neu auszurichten.“ So reiht sich der Gottesdienst ein in das Jahresthema „Menschenrechte“ im Dekanat Uffenheim.

Auch die anderen drei Dekanate, die zum evangelischen Bildungswerk „Bildung evangelisch zwischen Tauber rund Aisch“ gehören, planen Veranstaltungen rund um das Jubiläumsjahr. Das Dekanat Bad Windsheim besucht den Obernzenner jüdischen Friedhof bei einer von drei Fahrradtouren am Freitag, 9. Juli, das Dekanat Neustadt plant einen Besuch des jüdischen Friedhofs in Uehlfeld im Rahmen seiner „Kirchentouren“, im Dekanat Rothenburg findet im Herbst die Jüdische Woche „Le Chajim – auf das Leben“ statt.

Inspiriert sind diese Veranstaltungen auch von der Broschüre „Spuren jüdischen Lebens in Westmittelfranken“. Diese wurde als Leader-Projekt von den vier Lokalen Aktionsgruppen (LAG) Aischgrund e.V., Landkreis Fürth e.V., der Region Hesselberg e.V. und der Region an der Romantischen Straße e.V. als Beitrag für „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ im letzten Jahr herausgegeben.

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