Hettstadt

Bürgerentscheid: Hettstadter votieren für Erhalt der Spielplätze

Warum es bis in die späte Nacht gedauert hat, bevor Wahlvorsteher Matthias Zorn ein vorläufiges Ergebnis verkünden konnte.
Aufgrund der begrenzten Zahl an Wahlhelfern und der großen Zahl an Briefwählern zog sich die Auszählung des Bürgerentscheids in Hettstadt am Sonntag bis in den späten Abend hin. Beim Leeren der Wahlurne (von links):  der Initiator des Bürgerbegehrens Michael Bauer, Geschäftsleiter Thomas Aufmuth, Bauamt-Mitarbeiter Alexander Hild und Bürgermeisterin Andrea Rothenbucher. 
Foto: Herbert Ehehalt | Aufgrund der begrenzten Zahl an Wahlhelfern und der großen Zahl an Briefwählern zog sich die Auszählung des Bürgerentscheids in Hettstadt am Sonntag bis in den späten Abend hin.

Bei dem mit Spannung erwarteten Bürgerentscheid in Hettstadt am gestrigen Sonntag dauerte es bis in die späten Nacht, bis Wahlvorsteher Matthias Zorn das vorläufige Endergebnis verkünden konnte. Die Abstimmung brachte ein klares Ergebnis für das Bürgerbegehren und damit für den Erhalt zweier Spielplätze

3010 Wahlberechtigte der aktuell 3898 Bürgerinnen und Bürger Hettstadts waren aufgerufen zu entscheiden, ob, wie vom Gemeinderat beschlossen, die beiden Spielplätze "Hoffeld/Kalter Rain" mit rund 1200 Quadratmeter und "Altensteig/ An den Bergtannen" mit einer Fläche von etwa 1350 Quadratmeter, aufgelöst und als Baugrundstücke veräußert werden sollen.

Dem Bürgerbegehren für den Erhalt der Spielplätze stellte der Gemeindeart ein Ratsbegehren zu deren Umwandlung in Baugrundstücke entgegen. Damit verknüpfte der Gemeinderat einen möglichen Ausbau der Freizeitmöglichkeiten rund um das JUZ.

Lediglich 31 Stimmberechtigte hatten am Faschingssonntag die Möglichkeit der Urnen-Wahl in der Herzog-Hedan-Halle genutzt. Die übrigen Wähler nutzten die Briefwahl. Wegen der nach wie vor geltenden Kontaktbeschränkungen zur Corona-Pandemie waren von der Verwaltung mit den Wahlbenachrichtigungen gleichzeitig auch die Briefwahlunterlagen verschickt worden.

Klares Ergebnis für Bürgerbegehren

Nach Angaben der Gemeindeverwaltung beteiligten sich 1915 Wahlberechtigte an der Abstimmung. Auf das Bürgerbegehren entfielen 1271 Ja-Stimmen. 441 stimmten dagegen. Hier waren 203 ungültige Stimmen zu verzeichnen. Für das Ratsbegehren votierten 660 mit Ja, 1011 mit Nein, bei 244 ungültigen Stimmen. Auch bei der Stichfrage konnte das Bürgerbegehren mit 1242 Stimmen deutlich die Mehrzahl auf sich vereinigen. 625 Stimmen erhielt hier das Ratsbegehren. 48 Stimmen waren ungültig.

Zur Einhaltung der Kontaktbeschränkung hatte die Verwaltung ein Hygienekozenzept für den Auszähl-Vorgang ausgearbeitet. So war während der Auszählung in der Herzog-Hedan-Halle die Anwesenheit von höchstens 20 Personen erlaubt. Die Zahl der Wahlhelfer war auf 13 Personen beschränkt. Deshalb konnte erst nach 22 Uhr ein vorläufiges Ergebnis bekannt gegeben werden. 

Michael Bauer, Initiator des Bürgerbegehrens, bedankte sich "für eine super Beteiligung mit einer klaren Entscheidung." Bauer wertete dies als Signal, dass Hettstadts Bürger ein grünes Hettstadt haben möchte. Gleichzeitig bekräftigte Bauer das Angebot der Initiatoren des Bürgerbegehrens zur Unterstützung bei der Pflege der Kinderspielplätze. Eine Stellungnahme von Bürgermeisterin Andrea Rothenbucher lag bei Redaktionsschluss leider noch nicht vor.

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