Würzburg

Ein Würzburger KZ-Häftling und die Leichen des 16. März 1945

Noch Wochen nach der Zerstörung Würzburgs mussten Leichen aus den Trümmern geborgen werden. An der Spitze des Totenbergungskommandos stand ein Verfolgter der Nazis.
Panorama des am 16. März 1945 fast völlig zerstörten Würzburg. Um die Entstehung von Seuchen zu verhindern, ordnete die amerikanische Militärregierung im Mai 1945 an, Leichen unter den Ruinen zu bergen.
Foto: Walter Röder | Panorama des am 16. März 1945 fast völlig zerstörten Würzburg. Um die Entstehung von Seuchen zu verhindern, ordnete die amerikanische Militärregierung im Mai 1945 an, Leichen unter den Ruinen zu bergen.

Ein "Hauch von verwesten Leichen" lag über der Stadt. Mit diesen Worten hat Michael Meisner, der spätere Landrat und Herausgeber der Main-Post, das Würzburg der ersten Friedenswochen nach dem Einmarsch der Amerikaner beschrieben. Daher erließ die Militärregierung vor 75 Jahren den Befehl, unter den Ruinen systematisch nach Toten zu suchen. Die Besatzer wollten unter allen Umständen die Entstehung von Seuchen verhindern. Ende Mai wurde ein so genanntes Totenbergungskommando gebildet. Es bestand zunächst aus früher besonders aktiven Nationalsozialisten.

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