Heidingsfeld

Eine Operngala voller Harmonie

Operngala       -  Der „Coro Teatro Verdi“ unter Leitung von Roberto Rossetto bei seinem Auftritt im Sportzentrum Jahnwiese in Heidingsfeld. Der professionelle Chor aus Padua, das in der Nähe von Giebelstadts Partnergemeinde Pianiga liegt, wird unterstützt von der Blaskapelle Giebelstadt-Sulzdorf unter der Leitung von Robert Schmitt, dem Collegium Musicum Iuvenale aus Ochsenfurt sowie dem Jugendblasorchester Heidingsfeld.
Foto: Daniel Peter | Der „Coro Teatro Verdi“ unter Leitung von Roberto Rossetto bei seinem Auftritt im Sportzentrum Jahnwiese in Heidingsfeld.

Zwischen Venedig und Padua liegt Pianiga, eine Partnergemeinde von Giebelstadt. Einen lebendigen Kulturaustausch begingen die beiden Orte am Sonntag und Montag Ende April, und das jeweils unter tüchtiger Mithilfe ihrer geografischen Nachbarn.

Eine Operngala gemeinsam auf die Beine stellen

Um eine gemeinsame Operngala auf die Beine zu stellen, schloss sich die Blaskapelle Giebelstadt mit dem Liederkranz 1863 und dem Jugendblasorchester Heidingsfeld zusammen. Letzteres ging aus dem Spielmannszug der Turngemeinde Heidingsfeld hervor.

Und deren Halle auf der Jahnwiese war denn auch die zweite Station der Gala, nach der ersten Aufführung der Opernchöre am Sonntag in der Mehrzweckhalle Giebelstadt. Allein, wie will man die Höhepunkte von Musikdramen ohne Streichinstrumente realisieren? Hier übernahmen die Mitglieder des Collegium Musicum Iuvenale Ochsenfurt.

Den Gesang brachten die Italiener ein, nämlich der Chor aus dem Haupttheater der nahegelegenen Großstadt Padua – der Coro Teatro Verdi Padova. Mit dessen rund 40-köpfiger Belegschaft kam die Gala auf 120 aktive Beteiligte. Noch schöner aber: Es vereinten sich nicht nur Musiker aus zwei Nationen und allen Altersklassen, sondern vom professionellen Vokalisten bis zu achtjährigen Nachwuchsstreicherinnen auch Vertreter auf ganz unterschiedlichen Ausbildungsniveaus in Freundschaft und in Freude an der Musik.

Ein homogener Klangkörper

Geleitet wurden die Sänger und Spieler von vier präzisen und schnörkellosen Stabführern: Astrid Eitschberger hielt die Ochsenfurter zu einem weitestmöglich homogenen Klangkörper zusammen, Ann-Kathrin Grammel hatte die Heidingsfelder vor einem halben Jahr übernommen und offensichtlich gut motiviert, Robert Schmitt dirigierte die Giebelstädter und Roberto Rossetto die Paduaner. Es blieb „eine richtige Herausforderung“, wie Organisator Manuel Hofrock bei der Begrüßung der gut 200 Zuhörer im Würzburger Stadtteil sagte.

Es herrschte eine ursprüngliche Harmonie in weiten Teilen der Tonkunst. Diese Harmonie breitete sich auch bei der Gala aus. Sie besteht in einer wichtigen Übereinstimmung: Auf Seiten der Musiker sind leise, langsame Passagen sehr schwer ganz sauber zu spielen. Auf Seiten des Publikums kommen laute, schnelle Passagen aber sowieso viel besser an.

Die Darbietungen wussten zu überzeugen

Um diese Neigung zufrieden zu stellen, liefern die Chöre der großen Opern von Verdi, Puccini, Mascagni, Rossini und Bizet viele kompakte Massenauftritte, denen sich der Coro Teatro Verdi mit Bravour stellte. Aber auch in transparenteren Darbietungen wusste er zu überzeugen. Als Solist sang der Wahl-Würzburger Heesu Kim mit einer erstaunlich schönen Klarheit das „Nessun dorma“ aus Puccinis „Turandot“.

Vom Verdi-Theater stellte sich Sopranistin Takako Okazaki mit einem unglaublich vibratostarken „Dich, teure Halle“ vor. Dem Applaus nach goutierte das Publikum diese Demonstration von Kraft und Künstlichkeit ganz besonders, auch Okazakis Proben aus „Madame Butterfly“. Im August statten die Unterfranken der Po-Ebene einen Gegenbesuch ab.

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