Leinach

Erster Abschnitt der Wehrmauersanierung abgeschlossen

Während sich bei der Gestaltung des Kirchenvorfeldes deutliche Mehrkosten abzeichnen, müssen die Kosten für die vom Gemeinderat gewünschte Anbindung der Fläche zum angrenzenden Dr.-Robert-Kaderschafka-Hauses erst noch ermittelt werden. Vor der jüngsten Sitzung diskutierte der Gemeinderat die sinnvollste Ausführungsvariante.
Foto: Herbert Ehehalt | Während sich bei der Gestaltung des Kirchenvorfeldes deutliche Mehrkosten abzeichnen, müssen die Kosten für die vom Gemeinderat gewünschte Anbindung der Fläche zum angrenzenden Dr.-Robert-Kaderschafka-Hauses erst ...

Sich abzeichnende beträchtliche Kostenmehrungen ließen den Gemeinderat Leinach aufhorchen bei der Ortseinsicht mit Architekt Stefan Schlicht zur derzeitigen Umfeldgestaltung der ehrwürdigen Julius-Echter-Kirche im unteren Leinach. Um in den Anspruch von Fördermitteln aus dem Städtebauförderungsprogramm zu kommen, votierte der Gemeinderat in der anschließenden Sitzung einstimmig für eine Bedarfsmitteilung über 444 500 Euro, zuzüglich noch zu ermittelnder Kosten zur Umgestaltung der Anbindung des Kirchenvorfeldes zum Kellerabgang des benachbarten Dr.-Robert-Kaderschafka-Hauses.

Der erste Abschnitt der Sanierung der Wehrmauer an der Julius-Echter-Kirche konnte bereits abgeschlossen werden. Die dabei behobenen Schäden erwiesen sich als nicht so gravierend wie befürchtet.
Foto: Herbert Ehehalt | Der erste Abschnitt der Sanierung der Wehrmauer an der Julius-Echter-Kirche konnte bereits abgeschlossen werden. Die dabei behobenen Schäden erwiesen sich als nicht so gravierend wie befürchtet.

Ohne finanzielle Unterstützung aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt" ist für die Gemeinde Leinach die Umfeldgestaltung der ehrwürdigen Julius-Echter-Kirche nicht zu realisieren. Die erforderliche jährliche Bedarfsmitteilung an die Regierung von Unterfranken stand deshalb auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Für Ernüchterung des Gremiums sorgte zunächst jedoch die Ortseinsicht mit Architekt Stefan Schlicht vom beauftragten Stadtplanungsbüro Schlicht Lamprecht (Schweinfurt).

Kostenschätzung überstiegen

Aus dem bereits abgeschlossenen ersten Abschnitt der Sanierung der Wehrmauer der Julius-Echter-Kirche ergeben sich nach Einschätzung des Architekten Einsparungen, da sich die Schäden nicht in dem befürchteten Umfang bestätigten. Durch frei gewordene Kapazitäten der beauftragten Firma konnte nun eine Woche früher als geplant mit der Umfeldgestaltung des Kirchenvorfeldes begonnen werden.

Als Hauptzugangsbereich zur Julius-Echter-Kirche sollen hier gepflasterte und wassergebundene Flächen mit Anpflanzungen entstehen. Hierfür zeichnen sich allerdings deutliche Kostensteigerungen ab. Gegenüber der Kostenschätzung von 327 000 Euro belief sich die Ausschreibungssumme auf 368 352 Euro. Bedingt durch die allgemeine Kostenentwicklung und Mehrungen stieg dieser Betrag auf inzwischen rund 444 500 Euro. Darin enthalten sind jedoch noch nicht weitere Kosten, die sich durch eine Anpassung des Kirchenvorfeldes zum Kellerabgang des benachbarten Dr.-Robert-Kaderschafka-Hauses ergeben. Hierfür beauftragte der Gemeinderat das Architekturbüro mit der Ermittlung der zusätzlich anfallenden Kosten.

Beleuchtung des Kirchenschiffs

Konkrete Zahlen nennen konnte Architekt Schlicht hingegen zu einer vom ihm empfohlenen Beleuchtung für Kirchenschiff, Kirchturm und umgebender Wehrmauer. Nach einem vorliegenden Angebot soll die Turmbeleuchtung Kosten verursachen von 10 591 Euro, zuzüglich weiterer 28 900 Euro für die Beleuchtung des Kirchenschiffs.

Darüber hinaus informierte der Architekt über veränderte Abwicklungen des Förderverfahrens. Wegen der derzeitigen unberechenbaren Kostenentwicklung bei Maßnahmen werden laut Architekt Schlicht durch die Regierung nicht mehr die Kostenschätzungen oder Ausschreibungsergebnisse zur Berechnung des Förderumfangs herangezogen, sondern von den effektiven Kosten ausgegangen. Deshalb plädierte der Gemeinderat dafür in der Bedarfsmitteilung an die Regierung die gestiegenen, aktuellen Kosten aufzuführen, zuzüglich jener der Zugangsgestaltung zum Dr.-Robert-Kaderschafka-Hauses und der Außenbeleuchtung. Bürgermeister Uwe Klüpfel (CFW) geht von einer Förderquote von fünfzig Prozent aus.

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