Fotostudio Gundermann schließt nach 134 Jahren

Nach 134-jährigem Bestehen schließt das renommierte Würzburger Fotostudio Gundermann zum Jahresende. „Wir haben die Altersgrenze erreicht und eine familiäre Nachfolge ergibt sich nicht“, erklärt Christoph Gundermann, Inhaber des Familienunternehmens in vierter Generation. Außerdem: Die Luft sei dünn geworden für professionelle Fotografen, die Digitaltechnik habe in der Branche deutliche Spuren hinterlassen.
Marion und Christoph Gundermann vor einem attraktiven Dekorationsstück: Es handelt sich um eine historische Großformatkamera für Fotoplatten im Format 18 x 24 cm. Mit solchen Geräten wurde um 1900 gearbeitet. Als Gegensatz dazu hält Marion Gundermann eine zeitgemäße Canon-Digitalkamera für Profis in Händen.
Foto: FOTO Gundermann | Marion und Christoph Gundermann vor einem attraktiven Dekorationsstück: Es handelt sich um eine historische Großformatkamera für Fotoplatten im Format 18 x 24 cm. Mit solchen Geräten wurde um 1900 gearbeitet. Als Gegensatz dazu hält Marion Gundermann eine zeitgemäße Canon-Digitalkamera für Profis in Händen.

Amateure machen heute vieles von dem, was früher den Profis vorbehalten war und der Kampf um die Marktanteile werde immer härter. „Da denkt man manchmal fast wehmütig an frühere Zeiten zurück, in denen die Fotografie als künstlerisches Handwerk galt“, meint Gundermann und verweist auf das Jahr 1874, in welchem der Königlich Bayerische Hoffotograf Konrad Gundermann sich mit seinem Atelier in der Würzburger Bahnhofstraße niedergelassen hatte. Das Unternehmen durchlebte dann in den Jahren seines Bestehens alle weiteren Entwicklungsschritte der Fotografiegeschichte, die 1839 in Paris begonnen hatte. Der Sohn ...