Würzburg

MP+Hintergrund: Das treibt die Corona-Kritiker auf die Straße

Jede Woche protestieren sie - in Würzburg, Schweinfurt, irgendwo in der Region. Es ist Wut, die Corona-Kritiker vereint. Blick ins Innere einer Bewegung, die mit sich ringt.
Kritiker werfen Teilnehmern und Organisatoren des selbsternannten Corona-Widerstands vor, sie würden sich nicht klar genug von radikalem, antisemitischem und verschwörungsideologischem Gedankengut abgrenzen.
Foto: Ivana Biscan | Kritiker werfen Teilnehmern und Organisatoren des selbsternannten Corona-Widerstands vor, sie würden sich nicht klar genug von radikalem, antisemitischem und verschwörungsideologischem Gedankengut abgrenzen.

Wenn man Niklas Wozniak gegenübersitzt, wirkt er wenig rebellisch. Der 27-Jährige hat zu sich nach Hause eingeladen. Knapp zwei Stunden wird das Gespräch dauern, während dem er immer wieder innehält, nachdenkt, differenziert. Stellt man sich so einen Rebellen vor? Wozniaks tiefe Augenringe sind ein sichtbares Indiz, dass hinter dem jungen Mann anstrengende Wochen liegen. Anfang April, Deutschland steckt mitten in der Coronakrise, steht der 27-Jährige das erste Mal mit wenigen Mitstreitern auf dem Würzburger Marktplatz und verteilt Grundgesetze. 60 Stück hatte er bestellt.

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