Hohestadt

Hohestadt: Was passiert mit dem heiligen Nepomuk?

Die Statue des heiligen Nepomuk steht derzeit ungeschützt und über Wege nicht erreichbar mitten auf einem Acker. Wie geht es mit ihm weiter?
Die Statue des heiligen Nepomuk steht momentan auf einem Rübenacker - ohne Handeln droht diese zu verotten.
Foto: Reinhard A. Ott | Die Statue des heiligen Nepomuk steht momentan auf einem Rübenacker - ohne Handeln droht diese zu verotten.

Bei einem Spaziergang über die Lohe nach Hohestadt entdeckte Stadträtin Ingrid Stryjski den mittlerweile, wie sie es ausdrückt, einsamen mitten im Feld stehenden heiligen Nepomuk, der zu verrotten drohe. Nun hat Frau Stryjski, sich mit der Bitte an die Stadt Ochsenfurt gewandt, diesen Zustand doch zu ändern, denn ein "Nepomuk" gehöre auf eine Brücke oder an den Wegesrand.

Tatsächlich ist es so, dass gegenwärtig die Sandsteinstatue des heiligen Nepomuks nach Beendigung der Flurbereinigungsarbeiten ungeschützt und nicht über Wege erreichbar, mitten in einem Rübenacker steht.

Ein neuer Standort für den heiligen Nepomuk

Auf Nachfrage erklärt Josef Hügel, Landwirt und örtlicher Vorstand der Teilnehmergemeinschaft Hohestadt, dass der Nepomuk schon bevor der Acker angesät wurde, abgebaut sein sollte. Nach Renovierung ist für die Statue ein Standort oberhalb der Maschinenhalle Jaugstetter, wo eine Naturschutzmaßnahme angelegt wurde, vorgesehen. Dieser Bereich ist von einem Zaun umgeben. Auf der noch freien Fläche soll zukünftig der heilige Nepomuk stehen. Zwei Säulenpappeln die links und rechts neben der Statue  stehen sollen, wurden bereits angepflanzt. Das Ganze hat sich nach Ansicht von Josef Hügel auch wegen der Corona Krise verzögert.  

Da Edgar Meckel den heiligen Nepomuk der Flurbereinigung geschenkt hat, würden die Kosten anteilig von der Flurbereinigung getragen. Man hoffe aber auch auf staatliche Zuschüsse.

Die Inschrift auf der Statue: Heiliger Johannes bitt für uns Nepomuk zu Ehren hat der ehrsame Johann Adam Seubert Schultheis und seine Ehefrau Appolonia dieses Bild aufrichten lassen Den 23. Oktober 1811.
Foto: Reinhard A. Ott | Die Inschrift auf der Statue: Heiliger Johannes bitt für uns Nepomuk zu Ehren hat der ehrsame Johann Adam Seubert Schultheis und seine Ehefrau Appolonia dieses Bild aufrichten lassen Den 23. Oktober 1811.

Bereits in den achtziger Jahren um Restaurierung gekämpft

Vor über 30 Jahren hatten sich die Hohestadter Bürger schon einmal für die Erhaltung des heiligen Nepomuk engagiert. Gerd Wingenfeld organisierte Mitte der achtziger Jahre Freizeit-Fußballturniere um den sogenannten Nepomukpokal, deren Erlös der Restaurierung der Statue zu Gute kam. Meckel betont aber auch, dass von seinem Vater damals noch mehrere Tausend D-Mark für die Restaurierung draufgelegt wurden.

Das Amt für ländliche Entwicklung (Flurbereinigungsamt) in Würzburg war am Dienstag, 28. April, geschlossen und einen Tag später kam die Ansage am Telefon: Der Anschluss ist vorübergehen nicht erreichbar, bitte versuchen sie es später noch einmal. Es wird zu späterem Zeitpunkt versucht den Sachverhalt mit dem Sachbearbeiter zu klären und über den Fortgang berichten.

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