Würzburg

Jüdisches Leben in Unterfranken: Zwischen Integration und Verfolgung

Seit über neun Jahrhunderten leben Jüdinnen und Juden in Unterfranken. Es ist nicht leicht, ihre wechselhafte Geschichte zu erzählen. Eine Betrachtung von Roland Flade.
Verfolgung und Leid: Illustration zu den Pogromen des Jahres 1349 in der Chronik des Würzburger Historikers Lorenz Fries. 
Foto: Universitätsbibliothek Würzburg | Verfolgung und Leid: Illustration zu den Pogromen des Jahres 1349 in der Chronik des Würzburger Historikers Lorenz Fries. 

Wer über jüdische Geschichte schreibt, steckt in einem Dilemma. Betont man die guten Zeiten, die es immer wieder gab (Variante eins), so handelt man sich den Vorwurf ein, die Dinge zu idealisieren. Stellt man aber die vielen Verfolgungen in den Mittelpunkt (Variante zwei), so ergibt sich schnell eine Geschichte von Mord und Totschlag, noch dazu eine, die nicht beendet scheint. Aber: Welche Möglichkeit außer Variante zwei bleibt angesichts der beispiellosen Verbrechen im Dritten Reich, deren jahrhundertelanger Vorgeschichte und der Tatsache, dass antisemitische Straftaten heute stark zunehmen?

Dieser Artikel ist hier noch nicht zu Ende, sondern unseren Abonnentinnen und Abonnenten vorbehalten.

Wenn Sie weiterlesen wollen, können Sie hier unser MP+-Angebot testen.

Wenn Sie bereits MP+-Nutzer sind, loggen Sie sich bitte hier ein.

Wenn Sie die tägliche Zeitung abonniert haben, ist der Zugang für Sie gratis. Jetzt mit Kundennummer registrieren!