Thüngersheim

Jungfernfahrt statt Sommernachtsfest

Vor dem Start zur Jungfernfahrt nahm Pfarrer Bernd Steigerwald die Segnung des neuen Rettungsbootes der BRK-Wasserwacht Thüngersheim vor.
Foto: Herbert Ehehalt | Vor dem Start zur Jungfernfahrt nahm Pfarrer Bernd Steigerwald die Segnung des neuen Rettungsbootes der BRK-Wasserwacht Thüngersheim vor.

Wenn künftig das Rettungsboot "Mario" 99/2 der BRK-Wasserwacht Ortsgruppe Thüngersheim von der Integrierten Leitstelle angefordert wird, dürfen sich insbesondere Hilfebedürftige, aber auch die damit ausrückenden Einsatzkräfte einer Ausrüstung nach dem aktuellen Stand der Technik sicher sein.

Mit der Segnung durch Pfarrer Bernd Steigerwald und der rituellen Taufe durch Paten Mario Bott löste es das betagte Vorgängermodell aus dem Jahr 1996 auch offiziell ab. "Bereits seit November letzten Jahres vor Ort, hatte das neue Rettungsboot seine Tauglichkeit vorab schon bei drei Einsätzen unter Beweis gestellt", bestätigte Ortsgruppen-Vorsitzender Thomas Remling. Alleine dies, und nicht zuletzt die aktuelle Flut-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Süd-Bayern, bestätigen die Notwendigkeit einer solchen Investition.

Boot braucht Mindestwassertiefe von 32 Zentimetern

Deshalb dankte BRK-Kreisvorsitzender und Landrat Thomas Eberth dem Freistaat, stellvertretend dem anwesenden Landtagsabgeordneten Volkmar Halbleib (SPD), für die Bereitstellung. Die Indienststellung sei zwar ein erfreulicher Tag für die BRK-Wasserwacht Thüngersheim, der allerdings überschattet wird von den aktuellen Flut-Ereignissen. Diese bestätigten aber die absolute Notwendigkeit derartiger Ausrüstung, betonte Eberth. Gleichzeitig wünschte Eberth "der Ortsgruppe stets engagierte Menschen, die von Einsätzen immer gesund zurückkehren." Statt das für die Ortsgruppe übliche Sommernachtsfest zu feiern, testeten die Verantwortlichen und Vertreter des Kreisverbandes die Einsatztauglichkeit von "Mario" 99/2 sogleich bei der Jungfernfahrt.

Mehr als eine Hand breit Wasser unter dem Kiel, wie von Pate Mario Bott gewünscht, braucht das neue Rettungsboot tatsächlich nicht. Eine Mindestwassertiefe von nur 32 Zentimeter sei schon für den Einsatz des so genannten Flachwasserbootes ausreichend. Ausgerüstet sei das Boot unter anderem mit Sonargerät und Echolot, was somit die Personensuche auch in flachen Gewässern ermögliche. "Die elektrische Bug-Klappe ermöglicht es, bei einer maximalen Zuladung von einer Tonne auch eine Tragkraftspritze an Bord zu nehmen", bemerkte Ortsgruppen Vorsitzender Thomas Remling bei der technischen Vorstellung.

Vereinsheim steht kurz vor der Vollendung

Überzeugt davon, dass es mit der neuen Ausrüstung weiterhin aufwärts geht mit der Wasserwacht Ortsgruppe, äußerte sich Bürgermeister Michael Röhm (BüBew). "Dazu bedarf es aber auch der Fertigstellung des neuen Vereinsheims, wozu wir wegen vieler Einsätzen und dem Betrieb der örtlichen Corona-Teststrecke bisher leider nicht kamen", entgegnete Vorsitzender Thomas Remling.

Das neue Domizil der 240 Mitglieder zählenden Ortsgruppe im Gewerbegebiet steht kurz vor der Vollendung. Nach Überzeugung von Vorsitzenden Thomas Remling wird es vor allem die Schulungen für die 40 Aktiven, die zehnköpfige Frauengruppe und etwa 55 Kinder und Jugendliche ab dem sechsten Lebensjahr erleichtern.

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