Lengfeld

Leserforum: Protestkultur könnte zur Belastung werden

Zum Artikel "BI will keinen Mega-Solarpark in Darstadt" vom 21. November erreichte die Redaktion folgende Leserzuschrift:

Das berühmte Sankt-Florian-Prinzip will das eigene Haus schonen, dafür andere Häuser brennen sehen. Nun liegt Darstadt in keinem Biosphärenreservat, oder hat gar schützenswerte Naturdenkmäler vorzuweisen. Warum hat sich also dort noch keine BI gegründet, welche das Abmähen der Getreidefelder im Herbst verhindern möchte, weil die Stoppelfelder keinen schönen Anblick für Herr und Hund beim "Gassi-Gehen" bieten?

Nein, mit Sarkasmus kommt man in diesem Fall nicht weiter. Deutschland hat mit den 68ern für eine Protestkultur gesorgt, welche heute zur Belastung für alle Beteiligten werden könnte, wenn nicht die Vernunft obsiegen würde. Die "Generation Greta" würde heute wahrscheinlich nicht mehr gegen Wackersdorf auf die Straßen gehen, denn Thunberg sieht AKWs als nützlich für den Klimaschutz an.

Nun ist aber ein Solarpark kein Atomkraftwerk. Er stellt also keine solche Bedrohung für die Bürger dar wie ein Atommeiler. Der Bürgermeister von Ochsenfurt verhält sich salomonisch, denn er kann beide Seiten verstehen, und das ist gut so. Für die Energieversorgung des Freistaates müssen Opfer gebracht werden, denn der Strom kommt zwar aus der Steckdose, doch die Stromversorgung verbraucht Nutzflächen. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Auch der Panoramarundblick um Darstadt würde leiden. Hoffentlich finden die Beteiligten eine für alle tragbare Lösung.

Bernhard Feghelm
97076 Würzburg

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