HUBLAND

Letzter Hieb am Galgenberg

Die Rottendorfer Straße war einst eine alte Fernhandelsstraße. Am Gasthaus „Zum letzten Hieb“ befand sich der öffentliche Galgen und Hinrichtungsplatz. Rund 100 Jahre lang, bis 1895, wurden die Todesurteile auf dem Galgenberg vollstreckt. Daher hat die Straße ihren Namen.
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Daher hat die Straße ihren Namen. Am 27. August 1857 wurde der 37-jährige Philipp Suffel hier hingerichtet. Es war das letzte Mal, dass an diesem Platz ein Todesurteil vollstreckt wurde. Danach verbot die bayerische Regierung diese Praxis, weil die Sensationslust der Würzburger dadurch zu sehr geweckt wurde.

Die Hinrichtungen waren immer mit einem großen Menschenauflauf, ja sogar mit einer Volksbelustigung verbunden. Eine ganz besondere Anekdote berichtet Stadtheimatpfleger Hans Steidle in einem Essay zur Namensgebung für den neuen Stadtteil. Es war 1739, als eine Gruppe offensichtlich nicht mehr ganz nüchterner Studenten von einem Umtrunk aus Dürrbach in die Stadt zurückkehrten. Dort verprügelten sie einem Mann, stiegen dann zum Galgen und vergnügten sich mit den Gerippen der Gehängten. Die Studenten wurden festgenommen und der Fürstbischof veranlasste eine strenge Bestrafung für diesen Unfug.

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