Würzburg

Mainfranken Theater: Kein Spielplan, dafür Semesterticket

Der Werksausschuss des Mainfranken Theaters hat das Semesterticket für weitere vier Jahre verlängert. Doch den neuen Spielplan des Theaters gibt es erst im Mai. Warum?
Wegen Corona wird der Spielplan des Mainfranken Theaters für die kommende Spielzeit erst im Mai veröffentlicht. 
Foto: Thomas Obermeier | Wegen Corona wird der Spielplan des Mainfranken Theaters für die kommende Spielzeit erst im Mai veröffentlicht. 

Der Kulturbranche fehlen immer noch genaue Perspektiven für die nächsten Monate – auch dem Mainfranken Theater in Würzburg macht die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung. Dennoch ging es bei der Sitzung des Werkausschusses des Mainfranken Theaters am Montag um Zukunftsthemen, wie dem Semesterticket und dem Spielplan der kommenden Saison.

Veranstaltungen zum Preis von zwei Euro

Seit Oktober 2018 gibt es für Würzburger Studierende das Semesterticket für das  Mainfranken Theater. Für den Aufpreis von zwei Euro auf den normalen Semesterbeitrag können Studierende gratis die Vorstellungen des Mainfranken Theaters besuchen. Für die Studenten und Studentinnen wurden bei den Vorstellungen des Theaters fünf Prozent der vorhandenen Sitzplatzkapazitäten freigehalten.

"Wir wollen ein Angebot für die Studierenden ohne Kleingedrucktes."
Dirk Terwey, Leitender Direktor des Mainfranken Theaters

"Wir wollen ein Angebot für die Studierenden ohne Kleingedrucktes", so der Leitende Direktor des Mainfranken Theaters, Dirk Terwey. Aktuell stehe man in Gesprächen mit dem Studentenwerk, da die Studierenden bei Entscheidungen mit einbezogen werden sollen. "Das Semesterticket ist ein bundesweit einzigartiges Modell, insofern war es ein extrem großes Anliegen, es unbedingt fortzusetzen", sagt Markus Trabusch, Intendant des Mainfranken Theaters.

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Für Studierende sei das Ticket ein hervorragendes Angebot und eine interessante Freizeitbeschäftigung. Rund 12 000 Studierende hätten das Semesterticket in der Spielzeit 2018/2019 genutzt, so Terwey. Das Ticket gilt für alle Theater- und Konzertangebote außer Sonderveranstaltungen und Gastspiele.

Semsterticket nur für Würzburger Studierende

Lob und Zustimmung zum Semesterticket gab es von Mitgliedern der CSU sowie von den Grünen.  "Diese zwei Euro sind extrem gut investiertes Geld", sagt Konstantin Mack, Mitglied der Grünen und selbst Student. Das Feedback zum Semesterticket aus seinem studentischen Umfeld sei hervorragend. "Im Vergleich mit anderen Theatern stehen wir gut da."

Einige Fragen gab es dennoch zu klären. So wollte Nadine Lexa (CSU) wissen, ob das Angebot zukünftig auch für Auszubildende gelten soll, sowie für Studierende aus anderen Städten. "Die Vereinbarung zielt auf Würzburger Studenten ab", erklärt Terwey. Studenten aus anderen Städten könnten den regulären Studentenrabatt nutzen. "Das würden wir auch so fortsetzen, denn die zahlen uns keinen Beitrag."

Spielplan wird in nächster Sitzung vorgestellt

Bezüglich des Angebots für Auszubildende habe man erste "Annährungsversuche" übernommen, so der Geschäftsführer. Momentan gebe es aber Verzögerungen wegen Corona. Die Frage, ob Azubis das Angebot in Zukunft auch nutzen könnten, benötige daher mehr Planung und mehr Zeit. Der Werkauschuss Mainfranken Theater beschloss daraufhin einstimmig, dass das Semesterticket für weitere vier Jahre verlängert wird.

Kein Beschluss konnte am Montag wegen des Spielplans des Mainfranken Theaters gefasst werden: "Wir arbeiten an der nächsten Spielzeit", so Trabusch. Wegen der Pandemie sei der Spielplan für die kommende Spielzeit noch nicht fertig. "Wir bekommen ständig neue Infos, die erhebliche Änderungen mit sich bringen", erklärt er. Trabusch sei jedoch guter Dinge, den Spielplan in der nächsten Sitzung des Werkauschusses am 10. Mai vorlegen zu können.

"Egal ob Open Air oder Indoor, man wird an Tests kaum vorbei kommen."
Markus Trabusch, Intendant des Mainfranken Theaters

"Wir werden tagesaktuell schauen, was wir anbieten können, sofern live Erlebnisse möglich sind," sagt Trabusch zur kommenden Spielzeit. Auch müsse das Programm ausgedünnt werden, da es wegen den Corona-Beschränkungen einen Rückstau an Programmen gebe. "Gegebenenfalls sind wir nach den Sommerferien Pandemie-ärmer unterwegs und können halbwegs normal proben, mit geimpftem Personal."

Tests für Besucher und Mitarbeiter

Seit März habe das Theater das System behutsam hochgefahren. "Wir haben im Schauspiel begonnen, wir haben im Tanz das Training erweitert", berichtet der Intendant. Momentan werde das Personal des Mainfranken Theaters mittels PCR-Tests und Schnelltests mehrmals die Woche getestet. Zusätzlich arbeite das Theater an einer elektronischen Kontaktverfolgung für den kommenden Spielbetrieb. "Egal ob Open Air oder Indoor, man wird an Tests kaum vorbei kommen", so Trabusch.

Außerdem plane das Mainfranken Theater für die kommende Saison im Schachbrettmuster, so der Intendant. Vor allem die Darsteller würden dadurch belastet werden. Denn bedingt durch die nur 50-prozentige Platzausnutzung wegen den Hygiene- und Abstandsrichtlinien müsse die Vorstellungszahl angehoben werden: "Von 90 Vorstellungen auf 120 Vorstellungen pro Jahr", so Trabusch. 

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