WÜRZBURG

Mozart: Stadtrat winkt neue Pläne durch

Mozart Schule       -  Die frühere Mozart-Schule soll abgerissen werden.
Foto: FOTO SCHWARZOTT | Die frühere Mozart-Schule soll abgerissen werden.
(ella) Ohne Gegenstimme durchgewunken hat der Stadtrat die Empfehlungen des Umwelt- und Planungsausschusses zur Überplanung von Mozart-Areal und Kardinal-Faulhaber-Platz.

Hauptpunkte in einem Bebauungsplan sind der Einzelhandel mit 13 500 bis maximal 14 500 Quadratmetern Verkaufsfläche – inklusive eines Anker-Mieters und eines Verbrauchermarktes zur Versorgung der Innenstadt. Hinzu kommen ergänzende Nutzungen aus dem Bereich Wohnen, Dienstleistung, Gastronomie und ein Hotel mit 100 bis 150 Zimmern. Die Haupt-Erschließungsachse soll dabei aus Richtung Eichhornstraße/Spiegelstraße verlaufen. Für das Projekt ist laut Verwaltung im Rahmen des Raumordnungsverfahrens noch ein Einzelhandels-Gutachten notwendig.

Die Gebäude sollen maximal fünf Geschosse haben, die aber die umliegende Gebäude nicht bemerkenswert überragen dürfen. Weitere Punkte sind die Schaffung einer Verbindung für Fußgänger von der Residenz zum Kardinal-Faulhaber-Platz und der Erhalt der so genannten Hatzfeld'schen Gärten. Das Mozart-Gymnasium wird abgerissen, wobei geprüft werden soll, inwieweit Wanddekorationen oder Standbilder erhalten werden können.

Weiter soll es maximal 500 Stellplätze geben und durch ein „Fachgutachten Verkehr“ sollen Zu- und Abfahrtswege und die Anbindung an eine eventuell später einmal durch die Theaterstraße führende Straßenbahn-Linie 6 vom Barbarossaplatz zum Hubland geprüft werden.

Architekten-Wettbewerb

Die Grundstücksvergabe wird europaweit ausgeschrieben und ein Architekten-Wettbewerb zusammen mit dem Investor durchgeführt werden, beschloss der Stadtrat.

Die Heiner-Reitberger-Stiftung beklagt indessen in einem offenen Brief an Oberbürgermeisterin Pia Beckmann und den Stadtrat den Beschluss, die Mozart-Schule abzubrechen. Zumindest hätte die Stiftung erwartet, dass der Stadtrat eine Kompromisslösung zwischen den Belangen des Denkmalschutzes und den Belangen einer wirtschaftlichen Verwertbarkeit anstrebe und dass er gewissenhaft Alternativen wie einen Teil-Erhalt erörtere und abwäge, schreibt Suse Schmuck, Vorstandsmitglied bei der Stiftung.

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