Würzburg

Novemberrevolution: Als die Welt in Würzburg aus den Fugen geriet

Vor hundert Jahren ermordeten sie in Berlin Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht und in München Kurt Eisner. Auch Würzburg waren es turbulente und teils gefährliche Zeiten.
Am 9. April 1919 ziehen die Kämpfer gegen die Würzburger Räterepublik siegestrunken durch die Stadt.
Foto: Stadtarchiv | Am 9. April 1919 ziehen die Kämpfer gegen die Würzburger Räterepublik siegestrunken durch die Stadt.

Die November-Revolution war friedlich, die Monarchen rasch vertrieben. Aber zu viele gewaltbereite Männer bestimmten die Politik. Vor hundert Jahren ermordeten sie in Berlin Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht und in München den bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner. Auch in Würzburg bahnten sich Mord- und Totschlag an. Mittendrin: der Revolutionär Georg Friedrich Hornung, der nicht aufgab, bis die Nazis ihn umbrachten. Am 12. Dezember 1918, einem Donnerstag, riegeln am Vormittag, kurz nach 10 Uhr, 35 Soldaten des 9. Infanterieregiments die Ausgänge des Rathauses ab. Sechs besetzen die Polizeiwache, ...

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