Ochsenfurt

Ochsenfurt: Schüler pflanzen Probierbäume

Viele Helfer bei der Baumpflanzaktion, mit dabei auch (von links) Bürgermeister Peter Juks,  Allianzmanager Bastian Lange und Biologielehrer Harald Biedermann.
Foto: Helmut Rienecker | Viele Helfer bei der Baumpflanzaktion, mit dabei auch (von links) Bürgermeister Peter Juks,  Allianzmanager Bastian Lange und Biologielehrer Harald Biedermann.

Streuobstwiesen waren früher aus dem Umfeld der Dörfer nicht wegzudenken. Sie lieferten ihren Besitzern gesundes Obst und nach der manchmal 150-jährigen Lebenszeit des Baumes auch noch Holz. Im Gegensatz zu großen Obstplantagen bieten sie ein einmaliges Naturerlebnis und vor allem vielen Tierarten einen Lebensraum - in, auf und unter den Bäumen. Seit 1950 hat sich die Anzahl der Bäume in Streuobstwiesen auf ein Fünftel verringert. Höchste Zeit etwas dagegen zu tun, dachte sich Harald Biedermann, Lehrer an der Ochsenfurter Realschule - und er fand viele Mitstreiter.

Der Zusammenarbeit zwischen der Schule, dem örtlichen Obst- und Gartenbauverein und der Stadt Ochsenfurt mit Bürgermeister Peter Juks ist es jetzt zu verdanken, dass  am Maindreieck weitere 40 Bäume gepflanzt wurden. Sie stehen auf einem städtischen Grundstück westlich der Schrebergärten am Goßmannsdorfer Weg. Dort besteht schon seit Jahrzehnten eine Streuobstwiese, die der Stadt gehört. Aber im Laufe der Zeit sind viele der Apfelbäume eingegangen.

Nach Abschluss der Pflanzarbeiten zeigt sich bald wieder ein vollständiges Bild, wie es auf alten Bildern zu sehen ist, berichtet Harald Biedermann. Es ist nicht die erste Pflanzaktion, die er mit Schülern als Projekt durchgeführt hat. Zuletzt im Vorjahr im Tierpark Sommerhausen. Bis die Apfel- und Birnbäume in die Erde kamen, waren viele fleißige Helfer nötig. Zuerst die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs, die mit ihrem Bagger die Pflanzlöcher aushoben. Dann mussten die dreijährigen Bäume beschafft werden. Die Mittel dazu gab es von der Sparkassenstiftung und vom Landschaftspflegeverband. Jeweils 1500 Euro wurden von ihnen gesponsert.

Schüler helfen und lernen

Die Organisation und Koordination hatte Bastian Lange von der kommunalen Allianz Maindreieck übernommen. Jetzt setzten Realschüler der 5. bis 10. Klassen, teilweise unterstützt von ihren Eltern, die Jungbäume. Dabei kam ihnen das Fachwissen von ihrem Lehrer Harald Biedermann zugute. Er konnte nicht nur genau erklären, wie man einen Baum richtig pflanzt. Auch über Veredelung und die verschiedenen Stammarten wusste er Bescheid.

Für die Streuobstwiesen werden seit alters her hochstämmige Bäume gesetzt. Bei ihnen beginnen die ersten Äste in einer Höhe von knapp zwei Metern. Mit der Pflanzung ist das Engagement der Schüler jedoch noch nicht beendet. Einmal müssen die jungen Bäume noch gegossen werden, dann wieder regelmäßig im Frühjahr. Das soll mit der technischen Unterstützung des Bauhofs geschehen. Ebenfalls im Frühling werden die Äste der inzwischen fest verwurzelten Apfel- und Birnbäume zurückgeschnitten.

Pflücken ausdrücklich erlaubt

Wenn sie dann nach einigen Jahren Früchte tragen, werden sie Teil der vielen Probierbäume sein, die inzwischen entlang des Maindreiecks von Sulzfeld bis Randersacker mit einer roten Banderole gekennzeichnet sind. Und das heißt für Wanderer und Besucher, sie können hier unbesorgt und ganz legal Früchte ernten. Aber natürlich nur in haushaltsüblichen Mengen. Wo die Bäume genau zu finden sind zeigt auch eine interaktive Karte der kommunalen Allianz im Internet unter www.suedliches-maindreieck.de.

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