Würzburg

Olympioniken bringen Kinderaugen zum Strahlen

Paralympics-Größen sorgten bei ihrem Besuch in der Station Regenbogen der Würzburger Uniklinik für sportliche Stimmung. Im Bild: (von links) Errol Marklein, Franziska Liebhardt, der zehnjährige Patient Luis, Christian Zeilermeier und Daniel Scheil.FOTO: Patty Varasano
Foto: Patty Varasano | Paralympics-Größen sorgten bei ihrem Besuch in der Station Regenbogen der Würzburger Uniklinik für sportliche Stimmung.

Lachen, Mut und Leichtigkeit statt Sorgen, Schmerz und Krankheiten. Für einen kurzen Moment konnten die Kinder der Regenbogen-Station in der Uniklinik Würzburg den tristen Klinikalltag vergessen. Freitagnachmittag haben Topsportler der Paralympics die Kleinen besucht, um ihnen Rede und Antwort zu stehen.

„Die Kinder sollen die Erfahrung machen, dass eine schwere Krankheit oder eine Behinderung nicht bedeuten muss, dass das Leben zu Ende ist und man auch nach einer schweren Krankheit oder mit einer Behinderung ein erfülltes Leben mit viel Lebensfreude führen kann“, erklärt Profi-Leichtathletin und Paralympicsteilnehmerin Franziska Liebhardt.

Neben Liebhardt waren drei weitere Profisportler zu Besuch bei den krebskranken Kindern: Daniel Scheil, der vergangenes Jahr im Kugelstoßen Gold in Rio holte, Errol Marklein, Sieger des New York Marathons 1995 und Christian Zeilermeier, der mehrfach WM-Gold im Judo für Sehbehinderte gewonnen hat.

Hier wird auch gelacht

Besonders der zehnjährige Patient Luis freute sich über den Besuch der Profisportler und hielt sich mit Fragen nicht zurück. „Wie viel wiegt denn eine Kugel und wie weit kannst du sie stoßen“, fragte der Kleine beispielsweise den erfolgreichen Kugelstoßer Daniel Scheil. Eine Kugel hatte der Sportler zwar nicht dabei, jedoch konnten die Olympioniken dem Zehnjährigen zeigen, wie viel eine Goldmedaille wiegt. Es dauerte keine Viertelstunde, da hielt Luis mit einem breiten Grinsen mehrere Ehrenauszeichnungen in seinen Händen.

„Natürlich hat jeder, der zu uns auf die Station kommt, erst einmal ein mulmiges Gefühl. Doch hier geht es meistens sehr heiter zu“, erklärte Prof. Paul-Gerhardt Schlegel von der Uniklinik Würzburg. Und genau das erlebten auch die Sportler bei ihrem Besuch auf der Station Regenbogen. „Hier wird gelacht, kaum einer sieht betrübt aus“, beobachtete Olympionik Daniel Scheil.

Die Sportler haben bei ihrem Besuch kranke Kinder zum Lachen gebracht, denen eigentlich zum Heulen zumute ist. Und so soll es auch heute weitergehen, denn die Veranstaltung fand zum ersten Mal im Rahmen des „NoLimits!“- Sportfestes statt, das an diesem Samstag von 10 bis 18 Uhr im Sportzentrum der Universität Würzburg am Hubland gefeiert wird – mit vielen weiteren Paralympicsteilnehmern und -gewinnern, die für Autogramme und zum gemeinsamen Training zur Verfügung stehen. Der Eintritt ist frei.

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